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Der Musikrechte-Verwerter GEMA hat 2009 seinen Ertrag gesteigert. Die Frage, wie Musikvideos bei Youtube vergütet werden, ist immer noch nicht geklärt.

GEMA: Youtube-Frage offen

Berlin - Der Musikrechte-Verwerter GEMA hat 2009 seinen Ertrag gesteigert. Die Frage, wie Musikvideos bei Youtube vergütet werden, ist immer noch nicht geklärt.

An die Inhaber von Musikrechten wurden 713 Millionen Euro ausgeschüttet, das sind 1,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Im vergangenen Jahr nahm die Gesellschaft 841 Millionen Euro (plus 2,2 Prozent) von Tonträger-Herstellern, Rundfunksendern und anderen Nutzern ein. Das seien Zahlen, die sich angesichts der wirtschaftlichen Situation “durchaus sehen lassen können“, sagte der GEMA-Vorstandsvorsitzende Harald Heker am Mittwoch in Berlin. Die Einnahmen bei der Lizenzierung von Tonträgern (zum Beispiel CDs und DVDs) schrumpften, aber nicht mehr so drastisch wie in den Vorjahren. Bei Fernsehen und Radio wuchsen die Erlöse durch einmalige Nachzahlungen der Kabelunternehmen. Auch die Erträge in den GEMA- Bezirksdirektionen, die Forderungen für Live-Musik in Clubs und Kneipen stellen, stiegen.

Der Online-Bereich (Downloads, Klingeltöne) verzeichnete mit 45 Prozent einen deutlichen Zuwachs. 10,6 Millionen Euro Einnahmen seien jedoch eine “traurige Zahl“, sagte Heker. Die Politik müsse sich noch stärker gegen Produktpiraterie und für europaweit einheitliche Regeln für die Verwaltung von Urheberrechten einsetzen. Für das Jahr 2010 erwartet die GEMA einen Rückgang der Erträge.

Die Frage, wie Musikvideos bei Youtube vergütet werden, ist laut Heker noch nicht geklärt. Die Verhandlungen liefen noch. Der erste Vertrag über die Nutzung von Musik beim Online-Videoportal war im März 2009 abgelaufen. Heker hofft, dass sich eine Lösung mit dem Google-Tochterunternehmen in größeren Beträgen in der GEMA-Bilanz spiegeln wird. Details aus den Verhandlungen nannte er nicht. Die GEMA vertritt nach eigenen Angaben in Deutschland die Urheberrechte von mehr als 60 000 Komponisten, Textautoren und Musikverlegern sowie von mehr als einer Million Rechte-Inhabern aus aller Welt. Sie gilt weltweit als eine der größten Autorengesellschaften für Werke der Musik. Am 22. April vergibt die GEMA in Berlin den Deutschen Musikautorenpreis. Dabei wird der Autor Michael Kunze (“Fly, Robin, Fly“, “Du“) für sein Lebenswerk geehrt. [GEMA]: Reinhardtstraße 47, 10117 Berlin dpa

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