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Opel-Mutterkonzern General Motors hat das zweite Jahr in Folge einen dramatischen Verlust eingefahren

General Motors macht fast 31 Milliarden Dollar Verlust

Detroit/Rüsselsheim - Der schwer angeschlagene Opel-Mutterkonzern General Motors hat das zweite Jahr in Folge einen dramatischen Verlust von mehr als 30 Milliarden Dollar eingefahren.

Für 2008 belief sich das Minus auf 30,9 Milliarden Dollar (24,2 Milliarden Euro). Ein Jahr zuvor hatte der Opel-Mutterkonzern mit 38,7 Milliarden Dollar den höchsten Verlust in seiner Firmengeschichte ausgewiesen. Allein im vierten Quartal 2008 fiel ein Verlust von 9,6 Milliarden Dollar an, wie GM am Donnerstag mitteilte. Bereinigt um Sonderfaktoren verlor GM im vierten Quartal 9,65 Dollar je Aktie. Das war noch schlechter als von Analysten erwartet, die mit einem Minus von 7,40 Dollar je Anteilsschein gerechnet hatten.

Im Europageschäft hat GM mit der Hauptmarke Opel im vergangenen Jahr knapp 2,9 Milliarden Dollar (2,27 Mrd Euro) operativen Verlust gemacht. Bereinigt um Sonderbelastungen betrug das Loch den Angaben zufolge noch 1,66 Milliarden Dollar. Opel macht rund 80 Prozent des GM-Europageschäfts aus, in dem noch die Marken Saab und Vauxhall vertreten sind. Die Zahl der in Europa abgesetzten Autos sank nach dem Rekordjahr 2007 um 140 000 auf 2,041 Millionen Einheiten.

Im vergangenen Jahr hatte die Tochtergesellschaft GM Europe (GME) noch bereinigt 55 Millionen Dollar verdient. Mit Sondereinflüssen betrug das Defizit aber auch 2007 bereits eine gute halbe Milliarde Dollar. Der Marktanteil in Europa ging der GM-Zentrale zufolge binnen Jahresfrist um 0,1 Punkte auf 9,3 Prozent zurück.

Milliardenhilfe vom Staat

Der größte amerikanische Autokonzern hat bereits staatliche Hilfen in Höhe von 13,4 Milliarden Dollar erhalten. Manager des Konzerns wollten am Donnerstag mit Vertretern der US-Regierung über eine weitere Unterstützung verhandeln. Die US-Autokonzerne leiden massiv unter der weltweiten Nachfrageflaute, hinzu kommen hausgemachte Gründe wie eine verfehlte Modellpolitik in der Vergangenheit. Erst kürzlich hatte der zweitgrößte US-Autohersteller Ford einen Verlust von 14,6 Milliarden Dollar für das vergangene Jahr berichtet. 2007 hatte das Minus noch bei 2,7 Milliarden Dollar gelegen. Im Gegensatz zu GM hat Ford bisher aber keine staatliche Hilfe in Anspruch genommen Ende.

dpa/ap

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