Genfer Salon: Modellfeuerwerk soll die Autokonjunktur anheizen

- Genf - Der erwartete Aufschwung ist ausgeblieben, ein Produktionseinbruch im Januar hat die deutschen Autohersteller wieder auf den Boden der Tatsachen geholt. Nach dem verpatzten Start ins Jahr 2004 erhoffen sich die Autobauer diese Woche wichtige Impulse. Vor allem die bayerischen Hersteller präsentieren auf dem Genfer Salon wichtige Neuheiten.

<P>So stellt BMW dort die Touring-Variante des neuen 5er vor - und erwartet sich davon einen Käuferschub. Immerhin jeder fünfte Wagen der mittleren Baureihe soll ab Mitte Mai in dieser Variante gebaut werden (zunächst als 525i und 545i mit Benzin- und als 525d und 530d mit Diesel-Motoren).</P><P>Soweit ist der Ingolstädter Erzrivale noch nicht. Der Neue A 6 startet zunächst als Limousine, die in Genf vorgestellt wird. Er ist bereits zu bestellen und wird in Westeuropa ab April ausgeliefert. Zu neuen Rekorden kann er allerdings in diesem Jahr kaum beitragen. Bedingt durch die Umstellung dürften kaum die 153 000 A 6 des Vorjahres erreicht werden. Doch für den gesamten (voraussichtlich siebenjährigen) Produktzyklus sollen im Schnitt 180 000 A 6 jährlich von den Bändern rollen.</P><P>Dagegen erwartet sich die Münchner BMW-Zentrale bei allen Marken Rekordwerte. Damit auch die Nachfrage nach dem Mini nach den unerwarteten Erfolgen der Vorjahre nicht abreißt, wird ab Sommer die Cabrio-Variante an den Start gehen. Auch sie ist in Genf zu sehen. Immerhin zwei von zehn Mini, so die Pläne, sollen in der Frischluft-Version gebaut werden. Auch Rolls Royce dürften Rekorde nicht allzu schwer fallen. Nachdem 2003 zur Markteinführung nur 300 Fahrzeuge ausgeliefert wurden, soll in diesem Jahr die Produktion auf volle 1000 Stück hochgefahren werden.</P><P>Ganz andere Stückzahlen werden für einen außerbayerischen Autobauer fast zur Überlebensfrage: Opel bringt nun mit dem neuen Astra das wichtigste Modell auf den Markt. Nachdem der Konkurrent Golf V eher zögerlich gestartet ist, hoffen die Rüsselsheimer darauf, nun endlich einmal davonzuziehen. Neu ist für die deutsche Tochter des weltgrößten Autokonzerns nur ein kleiner Flitzer: der Tigra Twintop, ein Zweisitzer mit wegklappbarem Blechdach auf Basis des Kleinwagens Corsa.</P><P>Dagegen präsentiert Volkswagen in Genf nichts, was bald bei den Händlern stehen soll: Eine Studie soll nur zeigen, wie dereinst die Cabrio-Variante des neuen Golf aussehen könnte. Dafür bekommt man aus dem eigenen Konzern weitere Konkurrenz. Der neue Octavia von Skoda präsentiert sich nun vor allem optisch und bei der Ausstattung deutlich aufgepeppt. Auch andere europäische Hersteller haben am Design gebastelt. So bekommt der in seiner ersten Variante verunglückte Fiat Multipla ein an den Kleinwagen Panda erinnerndes Äußeres. Renault bringt die Roadster-Studie "Wind" und Peugeot den neuen 407 unter anderem als Tourenwagen-Studie "Silhouette" mit 313-PS-Mittelmotor.</P><P>Heute beginnt die Messe erst einmal für Fachjournalisten. Fürs Publikum ist sie von Donnerstag, 4. März, bis 14. März, jeweils von 10 bis 21 Uhr geöffnet.</P>

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