Genialer Bankentrick: 100 Euro in Scheinen macht 95 Euro in Münzen

- München - Ein Hundert-Euro-Schein ist genauso viel wert wie hundert Euro in Münzen. In manchen Fällen stimmt das allerdings so nicht mehr. Die Kreissparkasse München Starnberg verlangt seit 1. Januar für die Ausgabe von Wechselgeld mindestens drei Euro. Durch Vereinheitlichungen des Bargeldverkehrs könnten noch mehr Kosten entstehen.

<P>Ein Herrschinger Gastronom staunte nicht schlecht, als er bei seiner Sparkasse für Münzrollen im Wert von etwa Hundert Euro drei Euro Gebühren zahlen musste. Seit 1. Januar verlangt die Kreisparkasse München Starnberg mindestens drei Euro beziehungsweise ein Prozent des Wechselgeldbetrages, von Nicht-Kunden sogar fünf Euro. Sprecher Wolfgang Vogt begründet die Gebühr mit dem hohen Aufwand, das Kleingeld müsse gereinigt, auf Fälschungen überprüft und gerollt werden. Hans Schmid vom bayrischen Sparkassenverband erklärt, dass die 82 bayrischen Sparkassen selbst ihre Gebühren festlegen können. Wir hörten uns bei anderen Banken um.</P><P>Stadtsparkasse kassiert von Nicht-Kunden<BR>Bei der Stadtsparkasse München zahlen Kunden keine zusätzlichen Gebühren für den Geldwechsel, erklärte ein Sprecher unserer Zeitung. Auch Kleingeldrollen seien kostenlos, Fremdkunden werde allerdings 50 Cent pro Rolle berechnet. Eine weitere Gebühreneinführung sei nicht vorgesehen.</P><P>HypoVereinsbank ohne Wechselgebühren<BR>"Aus unserem Preisverzeichnis gehen keine Kosten dafür hervor", sagte ein Sprecher der HypoVereinsbank. Das solle auch künftig so bleiben, es gebe keine Pläne, Gebühren für das Wechseln einzuführen.</P><P>Auch Deutsche Bank greift beim Wechseln zu<BR>Bei der Deutschen Bank wechseln Privatkunden kostenlos, Geschäfts- und Firmenkunden zahlen allerdings 20 Cent je Rolle, mindestens aber einen Euro. Egal, ob das Kleingeld abgeholt oder zurückgebracht wird. Von Nichtkunden behält die Bank laut Pressesprecherin Evelyn Koch sogar 50 Cent je Rolle bei mindestens fünf Euro ein.</P><P>Raiffeisenbanken: bei Rücknahme ein Prozent<BR>Die Raiffeisenbank München wechselt Scheine in Kleingeld kostenlos, erhebt bei der Rücknahme von Hartgeld aber eine Gebühr. Ein Prozent der eingezahlten Summe wird einbehalten.</P><P>Münchner Bank erhebt Bereitstellungsgebühr<BR>Wer bei der Münchner Bank Kleingeld abholt, muss wegen des Personalaufwands eine Bereitstellungsgebühr bezahlen. 15 Cent je Rolle für Kunden, 25 Cent für Nicht-Kunden. Weiter verzichten Postbank sowie Commerzbank auf Gebühren für den Münzwechsel.</P><P>Das Thema Kleingeld wird die Banken weiter beschäftigen. Die Bundesbank nimmt seit Jahresbeginn Münzen nur in standardisierten Rollen gebührenfrei an. Für andere Münzrollen zahlen Banken derzeit 15 Cent, lose Münzbeutel kosten 2,70 Euro. Ab 2005 werden gemäß einer Vereinheitlichungsverordnung der Europäischen Zentralbank Münzen auschließlich in standardisierten Rollen angenommen, teilte ein Sprecher mit. Unklar ist, ob diese Gebühren an den Bankkunden weitergegeben werden. </P>

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