Genossenschaftsbanken: Fusion in München

- München - Der seit langem anhaltende Fusions-prozess bei den Volks- und Raiffeisenbanken erreicht neue Größenordnungen. Auch in München tut sich zurzeit in dieser Hinsicht Bemerkenswertes. Seit Monaten verhandeln zwei große Genossenschaftsbanken über eine Verschmelzung, nämlich die Münchner Bank eG und die Raiffeisenbank München eG. Einen Fusionsvertrag haben sie vor kurzem bereits unterschrieben.

<P class=MsoNormal>Während der genossen-schaftliche Fusionsprozess bisher häufig kleinere und mittlere Banken auf dem Land betraf, belegt der Münchner Fall, dass er sich nun auch mehr und mehr auf die Metropolen ausdehnt und dass zunehmend auch größere Genossenschaftsbanken zu Verschmelzungen bereit sind. </P><P class=MsoNormal>Die Münchner Bank steht unter den bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken schon bisher an zweiter Stelle. Mit einer Bilanzsumme von knapp 1,5 Milliarden Euro ist sie etwa halb so groß wie die Liga Bank eG in Regensburg, die als "Dienstleister für die Kirche" jedoch eine besondere Stellung hat. Der zweite Platz in Bayern würde durch die Verschmelzung gestärkt. Die fusionierte Bank käme auf eine Bilanzsumme von 2,2 Milliarden Euro.</P><P class=MsoNormal>Die Raiffeisenbank München steht derzeit mit 776 Millionen Euro Bilanzsumme auf Platz 20 unter den bayerischen Genossenschaftsbanken. In ganz Deutschland käme das fusionierte Institut unter den Volks- und Raiffeisenbanken auf Platz 31. Die Bank würde dann 738 Mitarbeiter beschäftigen und über 42 Filialen verfügen. Die Fusion ist rückwirkend zum Jahresanfang 2005 vorgesehen. Allerdings müssen die Vertreter beider Banken noch zustimmen. Dies soll auf Vertreterversammlungen beider Banken am 20. April (Raiffeisenbank München), und am 26. April (Münchner Bank) geschehen.</P><P class=MsoNormal>Welche Folgen die Fusion haben wird, bleibt abzuwarten. Das betrifft etwa das Filialnetz. An einigen Standorten sind bisher beide Banken vertreten, sodass Zusammenlegungen nahe liegen. Genaue Angaben hierzu sind aber vor den Vertreterversammlungen, denen wohl nicht vorgegriffen werden soll, nicht zu erhalten.</P>

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