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Stephan Götzl, langjähriger Präsident des Genossenschaftsverbandes Bayern (GVB)

Nach Götzl-Rücktritt

Genossenschaftsverband gibt sich Doppelspitze

München - Nach den Ermittlungen gegen den langjährigen Präsidenten Stephan Götzl wird der Genossenschaftsverband Bayern künftig von einer Doppelspitze geführt.

Nachdem der langjährige Präsident Stephan Götzl wegen der Abrechnung von Reisen und Feiern ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten und zurückgetreten war, berief der Genossenschaftsverband am Montag Götzls Sprecher Jürgen Gros und den Rechtsanwalt Alexander Büchel zu Nachfolgern. Allerdings tragen die beiden nicht mehr den Titel Präsident: Als gleichberechtigte Vorstände sollen sie von August an die Interessen der Mitgliedsunternehmen vertreten und den 281 Volks- und Raiffeisenbanken in Bayern Gesicht und Stimme geben.

Der 46-jährige Gros ist seit zehn Jahren für den Verband tätig, seit einem Jahr ist er auch Generalbevollmächtigter. Der 44-jährige Anwalt und Steuerprüfer Büchel arbeitet sogar schon seit 15 Jahren für den GVB und vertrat die Interessen der Genossenschaften auch in internationalen Gremien.

Staatsanwälte hatten im Mai Götzls Büro wegen des Verdachts der Veruntreuung von Geldern durchsucht. Die Ermittler prüfen weiter, ob er seinen Dienstchauffeur private Aufträge erledigen ließ und eine private Flugreise, Cateringkosten für eine Weihnachtsfeier 2013 und andere private Ausgaben über die Kasse des Genossenschaftsverbandes abgerechnet hat. Götzl und der Verband haben sich bislang nicht dazu geäußert.

Götzl war seit 2005 im Amt. Sein eigentlich bis Ende 2019 laufender Vertrag wurde nach der Razzia vorzeitig zum 31. Juli aufgelöst.

dpa

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