Geplante Aufspaltung des TUI-Konzerns: Unternehmen schweigt

Hannover - Die Spekulationen über eine bevorstehende Aufspaltung des TUI-Konzerns beflügeln den Aktienkurs. Das Unternehmen will sich zu den jüngsten Gerüchten um eine Zerschlagung des TUI-Konzerns in seine beiden Sparten allerdings nicht äußern. "Wir werden das nicht kommentieren", sagte ein Sprecher am Freitag in Hannover.

Der Sprecher  verwies zudem auf frühere Äußerungen, wonach sich der Aufsichtsrat an diesem Montag mit den verschiedenen strategischen Optionen für die Zukunft des Konzerns befassen werde.

Nach einem Bericht der Tageszeitung "Die Welt" soll Konzernchef Michael Frenzel seinen Widerstand gegen eine Zerschlagung aufgegeben haben. Er werde dem Aufsichtsrat am Montag vorschlagen, den Konzern in das Touristikgeschäft und die Reederei Hapag-Lloyd aufzuspalten, schrieb das Blatt unter Berufung auf Unternehmenskreise. "Offen ist eigentlich nur die Art und Weise, wie das geschehen wird", heißt es in dem Bericht.

Der norwegische Großaktionär John Frederiksen hatte eine Aufspaltung des Unternehmens gefordert, um die Entwicklung der Schifffahrtstochter Hapag-Lloyd voranzubringen. Er hält mindestens fünf Prozent der Aktien und hat angeblich auch andere Aktionäre für seine Forderung gewinnen können. Frenzel hatte im Januar dagegen eine Verschmelzung der Konzernzentrale mit der Reedereitochter vorgeschlagen, um Hapag-Lloyd, die als Ertragsperle gilt, besser vor einer Übernahme zu schützen. 

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