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Gericht bestellt Insolvenzverwalter für Bremerhavener Weserbank

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Bremerhaven (dpa) - Nach der Schließung der Weserbank durch die Bankenaufsicht BaFin hat das Amtsgericht Bremerhaven einen vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Der Hamburger Rechtsanwalt Klaus Pannen soll das Vermögen zum Schutz der Gläubiger sichern, teilte das Gericht am Donnerstag mit.

Es ordnete an, dass Verfügungen der Weserbank über ihr Vermögen nur mit Zustimmung des Insolvenzverwalters wirksam sind. Dieser solle auch prüfen, welche Aussichten für eine Fortführung des Unternehmens bestehen. Die BaFin hatte am Mittwoch die Weserbank AG dichtgemacht. Die Verbindlichkeiten sollen bei knapp 25 Millionen Euro liegen.

Mit der Insolvenz ist erstmals seit Beginn der Finanzmarktkrise eine Bank in Deutschland geschlossen worden. Nach Angaben der BaFin war das kleine, fast 100 Jahre alte Institut nicht mehr in der Lage gewesen, die laufenden Kosten zu decken. Die meisten der 2800 Kunden müssen voraussichtlich nicht um ihr Geld fürchten. Bei jedem Weserbank-Kunden ist Geld bis zu 20 000 Euro gesetzlich geschützt.

Zusätzlich gehört die Bank dem Einlagensicherungsfonds der Privatbanken an. Darin sind nach Angaben des Bundesverbandes Deutscher Banken (BdB) Einlagen bis zur Sicherungsgrenze von rund 1,83 Millionen Euro je Kunde geschützt.

Nach den Worten von Weserbank-Chef Gerold Lehmann werde niemand sein Geld verlieren. "Gespräche mit dem Einlagesicherungsfonds laufen, in ein paar Tagen sollten die Leute ihr Geld bekommen." Lehmann hatte sein Institut als Opfer der Bankenkrise bezeichnet. Die BaFin führte den Kollaps dagegen auf ein neues Geschäftsmodell der Bank zurück.

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