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Baustelle der Oper in Köln: Die insolvente Gebäudetechnik-Firma Imtech Deutschland will die Arbeiten an der Oper Köln fertigstellen. Foto: Marius Becker

Imtech-Mutterkonzern ist insolvent

Die Insolvenz der Gebäudefirma Imtech sorgt hierzulande auf den betroffenen Baustellen für Unruhe. Und in Köln für handfeste Verwirrung. Auch die niederländische Muttergesellschaft ist inzwischen pleite.

Hamburg/Rotterdam (dpa) - Nach dem Gebäudeausrüster Imtech Deutschland ist auch dessen niederländische Muttergesellschaft Royal Imtech insolvent. Das habe das zuständige Gericht in Rotterdam festgestellt, teilte das Unternehmen mit.

Die deutsche Imtech-Tochter, die am Bau des neuen Berliner Flughafens maßgeblich beteiligt ist, hatte am Dienstag Insolvenz beantragt. Sie will ihre Arbeiten wie etwa bei der Sanierung des Opern- und Schauspielhauses in Köln aber fortsetzen.

Das Unternehmen widersprach Berichten, nach denen die Arbeiten zum Erliegen gekommen seien. Gleichzeitig räumte Imtech aber ein, dass es auf der Baustelle nur langsam vorangehe und dass es zu Missverständnissen gekommen sei. So sei Imtech-Mitarbeitern der Zugang zur Baustelle verwehrt worden.

Der vorläufige Insolvenzverwalter von Imtech Deutschland, Peter-Alexander Borchardt, betonte, die Pleite der Muttergesellschaft habe "keinen nennenswerten Einfluss" auf das Insolvenzverfahren. Imtech Deutschland ist an 960 Baustellen beteiligt und will alle Arbeiten weiterführen. Ein Sprecher des Hauptstadtflughafens BER sagte: "Für uns ist das kein neuer Stand." Es bleibe dabei, dass eine Expertengruppe innerhalb von 14 Tagen für Imtech-Arbeiten Lösungsalternativen erarbeiten soll.

Imtech teilte mit, die Geschäftsführung des Unternehmens und das Städtische Gebäudemanagement in Köln hätten

vereinbart, den reibungslosen Ablauf der Arbeiten zu ermöglichen. Die Stadt bestritt eine solche Vereinbarung. Vielmehr habe der Rechtsvertreter Kölns die Firma Imtech aufgefordert, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Es werde noch bis Anfang kommender Woche dauern, die Baustellenorganisation wieder in Gang zu bringen.

Der Mutterkonzern wird jetzt zerschlagen. Unmittelbar nach der Entscheidung seien zwei Konzerntöchter - Imtech Marine und Imtech Nordic - verkauft worden, teilten die vom Gericht eingesetzten Treuhänder Paul Peters und Jeroen Princen mit. "Diese Transaktion sichert die Weiterbeschäftigung von 7300 Imtech-Mitarbeitern, darunter 1300 in den Niederlanden", heißt es in der Mitteilung. Insgesamt hatte Imtech weltweit 22 000 Mitarbeiter. Für andere Imtech-Töchter etwa in Spanien, Belgien, Großbritannien und Irland seien Übernahme-Gespräche im Gange.

Imtech-Deutschland-Insolvenzverwalter Borchardt kündigte in einer Mitteilung weitere Mitarbeiterversammlungen an. Das Insolvenzgeld werde pünktlich ausgezahlt werden. "Die Bereitschaft, für den Erhalt des Unternehmens zu kämpfen, ist enorm groß", sagte Borchardt.

Mitteilung Imtech Deutschland

Mitteilung Insolvenz Imtech Muttergesellschaft

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