Gericht verhandelt Klagen gegen Nachtflüge

Leipzig - Das Klageverfahren gegen die geplanten Nachtflugregelungen für den künftigen Großflughafen in Schönefeld geht in die entscheidende Phase.

Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) Leipzig hat für Dienstag und Mittwoch (20./21. September, jeweils 10.00 Uhr) zur mündlichen Verhandlung geladen. Wenige Wochen später werde das Gericht seine Entscheidung verkünden, sagte Gerichtssprecher Werner Neumann der Nachrichtenagentur dapd.

In dem Verfahren wehren sich die Gemeinden Blankenfelde-Mahlow, Eichwalde, Großbeeren und Schulzendorf sowie etwa 40 Anwohner gegen den sogenannten Planergänzungsbeschluss für den Flughafen. Dieser sieht zwar für die Kernzeit der Nacht von 0.00 bis 5.00 Uhr ein Flugverbot vor. In den Randzeiten von 22.00 bis 24.00 Uhr sowie von 5.00 bis 6.00 Uhr wären jedoch bis zu 103 Flugbewegungen möglich. Die Kläger verlangen ein generelles Nachtflugverbot von 22.00 bis 6.00 Uhr.

Flughafengegner werden zum Auftakt der Verhandlung am Dienstag eine Menschenkette um das Gericht bilden und eine halbe Stunde lang den Fluglärm simulieren, wie der Bürgerverein Brandenburg-Berlin ankündigte. Der Verein rechnet mit mehreren Hundert Teilnehmern.

dpa

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