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Wer lange krank ist, ist doppelt gestraft: Neben den körperlichen Gebrechen, muss er eine Kürzung seines Weihnachtsgeldes in Kauf nehmen. Das hat ein Gericht nun entschieden. 

Urteil: Häufig krank - weniger Weihnachtsgeld

Mainz - Wer lange krank ist, ist doppelt gestraft: Neben den körperlichen Gebrechen muss er eine Kürzung seines Weihnachtsgeldes in Kauf nehmen. Das hat ein Gericht entschieden. 

Ein Arbeitgeber dürfe seinen Beschäftigten solche Sonderzahlungen bei längerer Krankheit kürzen, entschied das Landesarbeitsgerichts (LAG) Rheinland-Pfalz in einem am Mittwoch bekanntgewordenen Urteil. Nach Überzeugung der Mainzer Richter kann dies sogar dazu führen, dass der Anspruch auf die Gratifikation völlig entfällt (Az.: 6 Sa 723/09).

Kuriose Fälle vor dem Arbeitsgericht

Die verrücktesten Fälle vor dem Arbeitsgericht

Das Gericht wies damit die Klage einer Arbeitnehmerin ab. Die Frau hatte sich dagegen gewandt, dass sie im Gegensatz zu vergangenen Jahren für 2008 kein Weihnachtsgeld in Höhe eines Bruttomonatsgehalts bekommen hatte. Der Arbeitgeber hatte die Zahlung mit dem Hinweis verweigert, die Klägerin sei sechs Monate krank gewesen. Das LAG gab ihm nun Recht. Nach Auffassung der Richter durfte der Arbeitgeber die Höhe der Auszahlung davon abhängig machen, wie lange die Frau tatsächlich gearbeitet hat. Da die Klägerin ein halbes Jahr gefehlt habe, sei rechtlich nichts dagegen einzuwenden, dass der Anspruch “aufgebraucht“ sei.

dpa

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