Stellenabbau ohne große Auswirkungen

München - Die Staatsregierung erwartet trotz des Stellenabbaus bei mehreren Großunternehmen in Bayern keine großen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt.  Einige Unternehmen schaffen sogar neue Stellen.

Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) und Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU) verwiesen am Mittwoch nach der Kabinettssitzung auf die gute Situation am bayerischen Arbeitsmarkt und die im Schnitt hohe Qualifikation der betroffenen Arbeitnehmer bei Nokia Siemens Networks, Manroland, Osram und Eon. Beide Minister appellierten an die Wirtschaft, auch ältere Arbeitnehmer einzustellen: „Es ist ein Glaubwürdigkeitstest für die Wirtschaft insgesamt, auch diesen Arbeitnehmern eine Chance zu geben“, sagte Zeil. Haderthauer verwies darauf, dass andere Unternehmen wie Audi derzeit Stellen schaffen und nicht abbauen.

Nokia Siemens will 2200 Stellen in München streichen

Wie viele Stellen insgesamt bedroht sind, lässt sich nach Angaben der Staatsregierung nicht genau beziffern. Zum einen sind noch nicht alle Stellenabbaupläne genau bekannt, zum anderen suchten manche Arbeitnehmer sich eine neue Stelle, noch bevor ihr alter Arbeitgeber sie entlässt. Der größte Anteil entfällt aber auf Nokia Siemens. Der Netzwerkausrüster will 2200 Stellen in München streichen. Bei Eon, Manroland und Osram geht es um jeweils mehrere hundert Stellen.

Noch nicht abgeschlossen sind die Verhandlungen mit dem Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS, der seinen deutschen Firmensitz von München nach Frankreich verlagern will. Bei EADS geht es nach Zeils Angaben aber ohnehin nicht um Stellenstreichungen: „Es ist von EADS zugesagt worden, dass selbstverständlich der Standort Bayern weiter ausgebaut wird.“

dpa

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