Geringster Wertverlust: Lexus sticht die deutsche Oberklasse aus

- Die automobile Oberklasse gilt als Domäne deutscher Fahrzeugbauer. Ausgerechnet in ihrer Paradedisziplin ist diesen jetzt ein grober Schnitzer passiert. Im Schwacke-Automobilindex steht als Oberklasse-Fahrzeug mit dem höchsten Werterhalt der japanische Lexus LS (60,8 Prozent nach zwei Jahren). Auf Platz drei folgt der Jaguar XJ (57,5 %).

Der Audi A8 (59,6 %) hält auf Platz zwei die deutsche Fahne hoch. Es folgen Mercedes S (57,2 %), BMW 7er (54,4 %) und VW-Phaeton (49,8 %), der als einziges Auto aller Klassen weniger als die Hälfte seines Neupreises einbringt. Schwacher Trost für den Besitzer, der in zwei Jahren 30 400 Euro verfahren hat, dass der Phaeton für 29 000 Euro den günstigsten Einstieg in den gebrauchten Luxus bietet.

X5 gegen X3

Deutsche Marken haben Stärken entwickelt. An der Spitze beim Werterhalt rangieren zwei BMW fürs Gelände. Der X5 (79,9 %) und der X3 (79,4 %) strafen die Faustregel Lügen, dass ein Auto ein Viertel seines Wertes verliert, wenn man vom Hof des Händlers fährt. Hier darf man in zwei Jahren 40 000 Kilometer dranhängen. Im Schlamm folgen: Volvo XC90 (72,8 %), VW Touareg (71,5 %), Kia Sorento (69,5 %), Mercedes M (67,5 %), Toyota RAV4 (63,2 %), Nissan X-Trail (61,9 %).

Mini: 130 Euro im Monat

Ähnlich gut steht BMW am unteren Ende da: Der Mini ist nach zwei Jahren 78,8 Prozent seines Neupreises wert. Kein anderes Auto verliert so langsam an Wert: 3100 Euro machen pro Monat im Schnitt knapp 130 Euro. Alle billigeren Rivalen werden für ihre Erstbesitzer durch hohen Wertverlust spürbar teurer: Ford Fiesta (65,8 %), VW Polo (65,8 %), Seat Ibiza (65,2 %), Peugeot 206 (64,5 %), Opel Corsa (64,0 %), Renault Clio (63,0 %) und Skoda Fabia (62,9 %).

A3 schlägt Golf

Die vom Volumen her wichtige untere Mittelklasse bleibt ein konzerninternes Duell. Der Audi A3 (71,7 %) schlägt den VW Golf V (71,4 %) denkbar knapp. Es folgen Opel Astra (68,1 %), Toyota Corolla (67,8 %), Peugeot 307 (67,5 %), Renault Mé´gane (67,3 %), Seat Leon (64,5 %) und Ford Focus (61,9 %).

Feld dicht gedrängt

Dicht gedrängt ist das Feld bei den Vans. Ein Franzose führt. Doch hat der Peugeot 806 (67,5 %) mit dem Mercedes Viano (66,8 %) einen Verfolger auf den Fersen. Knapp dahinter VW-Sharan 66,3 %), Renault Espace (66,0 %), Kia Carnival (63,6 %), Seat Alhambra (63,3 %), Ford Galaxy (62,6 %) und Chrysler Voyager (61,4 %).

Skoda noch vor VW

In der Mittelklasse führt die Mercedes C-Klasse (70,3 %) vor Audi A4 (69,0 %), BMW 3er (64,9 %), Skoda Octavia (62,2 %), VW-Passat Peugeot (60,0 %), Peugeot 407 (59,7 %), Opel Vectra (59,3 %) und Ford Mondeo (57,6 %). Bei den Mittelklasse-Kombis purzelt die Rangfolge durcheinander zwischen Mercedes C (69,0 %) und Audi (67,6 %) schiebt sich der Mazda 6 (68,3 %), zwischen Audi und BMW (61,5%) der Oktavia-Kombi (62,0 %). Es folgen die üblichen Verdächtigen: Opel Vectra (61,2 %), Ford Mondeo (59,9 %) und VW-Passat (59,6).

Modellwechsel lohnt sich

Für den Mercedes C-Kombi muss man 20 900 Euro hinlegen. Für 450 Euro weniger bekommt man bei BMW bereits einen gebrauchten 5er. Der ist Schlusslicht bei den Kombis der oberen Mittelklasse (55,3 %), hinter Audi A6 (60,4 %), Saab 9-5, Volvo V70 (64,5 %) und Mercedes E (69,7 %). BMW schneidet schlecht ab, weil vor zwei Jahren der Modellwechsel bevorstand. Bei den Limousinen war er bereits erfolgt. Prompt erklimmt der BMW 5er die Spitze (73,2 %) vor Mercedes E (68,5 %), Audi A6 (67,1 %), Peugeot 607 (66,1 %), Volvo S80 (61,3 %), Renault Vel Satis (57,1 %) und Alfa 166 (53,2 %).

Oben offen

Zweisitzige Sportler waren selten und gebraucht teuer, heute sind sie häufig zu sehen. Masse schmälert den Werterhalt. Lediglich der Mercedes SLK (76,8 %) sticht hier heraus. Deutlich dahinter BMW Z4 (71,9 %), Audi TT (71,6), Porsche Boxster (71,4 %) und Mazda MX5 (68,8 %).

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