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Lufthansa-Chef Carsten Spohr.

Außergewöhnlicher Fall

Germanwings-Absturz: Zahlt die Versicherung?

München - Es ist wohl die schlimmste Katastrophe, die Lufthansa je erlebt hat: Co-Pilot Andreas L. hat Flug 4U9525 mit Absicht zum Absturz gebracht. Ein außergewöhnlicher Fall - was bedeutet das für den Versicherungsschutz?

Update vom 31. März 2015: Co-Pilot Andreas L. galt offenbar schon vor Jahren als suizidgefährdet. Das hat die Staatsanwaltschaft nun bekannt gegeben. Verfolgen Sie die Entwicklungen aus Seyne-les-Alpes in unserem Ticker.

Update 2 vom 30. März 2015: Was geschah in den letzten Minuten im Cockpit? Und ist es schon sicher, dass Andreas L. die Maschine absichtlich in den Sinkflug brachte? Wir haben die Fakten zur Germanwings-Katastrophe überprüft.

Update 1 vom 30. März 2015: Woher wissen die Ermittler eigentlich, wer sich zum Absturzzeitpunkt im Cockpit befunden hat und wer nicht? Und ist die zweite Blackbox der Germanwings-Maschine mittlerweile gefunden worden? Verpassen Sie nichts aus den französischen Alpen - hier geht es zu unserem Live-Ticker.

Viel ist geredet worden – über mögliche technische Probleme, mögliche Schwachstellen, vielleicht falsche Abläufe. Irgendetwas, aus dem man jetzt Konsequenzen ziehen könnte. Stattdessen wird die ohnehin gebeutelte Lufthansa auf dem ganz falschen Fuß erwischt. „Das ist das mit Abstand furchtbarste Ereignis in der Geschichteunseres Unternehmens“, sagt der Vorstandsvorsitzende Carsten Spohr am Donnerstagmittag. Er ringt um Fassung.

Was der Absturz von Flug 4U9525 für Lufthansa bedeutet, lässt sich auch zwei Tage danach nicht erahnen. Immerhin soviel scheint klar: Ob die Unglücksursache ein Selbtsmord war oder nicht, hat versicherungstechnisch weder auf das Unternehmen noch auf die Hinterbliebenen Auswirkungen, heißt es in der Branche. Das bedeutet: Der Versicherungsschutz besteht weiter, so dass die Lufthansa ihr Flugzeug in jedem Fall ersetzt bekommt. Dasselbe gilt für etwaige Entschädigungszahlungen an Hinterbliebene.

Dennoch wird das Drama das Unternehmen lange begleiten. Man war so stolz auf die eigenen Sicherheitsstandards. Bei der Technik. Beim Personal. Branchenkenner wüssten, dass die Lufthansa ihr Cockpit-Personal sehr sorgfältig auswähle: „Das ist Teil unserer DNA“, sagt Spohr. Man prüfe die psychologische Eignung der Kandidaten sehr sorgfältig. Gut möglich, dass in den nächsten Tagen, wenn der Schock sich legt, dieses Verfahren auf den Prüfstand kommt. 

mad/mik

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