Gerüchte um Bankhaus Hauck & Aufhäuser

- München - Nach einer Reihe von Übernahmen in der Privatbankenszene steht nun auch das renommierte Bankhaus Hauck & Aufhäuser (H&A) im Zentrum der Fantasien. "Die Konkurrenz verfolgt gebannt, ob Änderungen in der Aktionärsstruktur anstehen könnten", schreibt das Anlegerblatt "Fuchsbriefe". Und es verweist - ohne Namen zu nennen - auf Interessen dieser Konkurrenten. Dabei ändert das Blatt innerhalb kürzester Frist seine Einschätzung der Privatbank, die 1998 aus der Fusion der Frankfurter "Georg Hauck und Sohn Bankiers" und des Münchner Bankhauses H. Aufhäuser hervorgegangen war.

<P>Noch am 1. Dezember 2004 errang Hauck & Aufhäuser beim Fuchsbriefe-Test den ersten Platz der "ewigen Bestenliste". Bei der aktuellen Inlandswertung landete das Frankfurt-Münchner Bankhaus auf Platz zwei - geschlagen nur von der Hamburger Berenberg Bank. Gerade zwei Monate später sieht es aus Sicht des gleichen Blatts düster für das Institut aus. H&A sei gut, "aber im hart umkämpften Markt ist gut nicht gut genug", heißt es nun. Die Gewinnentwicklung lässt frösteln, urteilt das in der Branche viel beachtete Blatt und berichtet darüber, dass man innerhalb von H&A selbst glaube, "nicht optimal aufgestellt zu sein". Es fehle eine mittelfristige Strategie. Auch seien die beiden Standorte München und Frankfurt nicht zusammengewachsen. Immerhin genügen "beide für sich höchsten Ansprüchen", heißt es. Die Botschaft: Die Unternehmensteile sind prächtig, man müsse sie nur in ein funktionierendes Ganzes einbinden.<BR><BR>Kenner der Szene vermuten hinter dem erstaunlichen Positionswechsel gezielt lancierte Interessen von Anteilseignern oder Konkurrenten. Zwar befinden sich 70 % der Anteile in privatem Eigentum, unter anderem von Mitarbeitern. Doch jeweils 10 % liegen bei der Versicherungsgruppe Münchner Verein, der WWK-Lebensversicherung und mittelbar über die GZ-Holding bei der Bayerischen Landesbank. Diese 30 % seien, so die Fuchsbriefe, "nicht in Stein gemeißelt". Der Landesbank, in der seit dem erzwungenen Rückzug des Staates als Gewährsträger kaum ein Stein auf dem anderen geblieben ist, wird nachgesagt, dass sie auch diese Beteiligung gerne los wäre. Über die 10 % der Stammaktien hinaus verfügt die Landesbank über 100 % der Vorzugsaktien.</P>

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