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Die Geschäfte in der Spielwarenbranche laufen gut.

Geschäft mit Spielwaren boomt

Nürnberg - Die Spielwarenbranche rechnet aufgrund der anhaltend guten Konjunktur und des robusten Arbeitsmarkts für 2011 mit dem dritten Wachstumsjahr in Folge. Die Preise bleibem im weihnachtsgeschäft stabil.

Der Umsatz dürfte im Vergleich zum Vorjahr um mindestens drei Prozent auf etwa 2,6 Milliarden Euro steigen, sagten der Geschäftsführer des Bundesverbands des Spielwaren-Einzelhandels (BVS), Willy Fischel, und der stellvertretende Geschäftsführer des Deutschen Verbands der Spielwaren-Industrie (DVSI), Ulrich Brobeil, am Donnerstag in Nürnberg.

Da die für 2011 erwarteten Preiserhöhungen im zweistelligen Bereich wegen des enormen Wettbewerbsdrucks nicht auf breiter Front durchgesetzt werden konnten, müssten sich die Spielwarenhändler aber mit geringeren Renditen abfinden, sagte Fischel. Neben steigenden Preisen für Rohstoffe und Energie sowie neuen Sicherheitsanforderungen der Europäischen Union und der USA sorgten die bis zu 30 Prozent höheren Löhne von Arbeitskräften in China dafür, dass die Produktionskosten weiter zulegten.

“In China, wo 60 Prozent der weltweiten Spielware hergestellt wird, gilt: Wer am meisten zahlt, bekommt die besten Mitarbeiter“, erläuterte Brobeil. Allerdings scheine Europa als Produktionsstätte wieder attraktiver zu werden. “Deutsche Hersteller kehren zurück nach Europa, und dieser Trend wird sich fortsetzen“, prognostizierte er. Die Zahl der Beschäftigten in der Spielzeugherstellung bezifferte er für Deutschland auf etwa 11.000.

Einstellige Preiserhöhungen für 2012 angekündigt

Wegen der gestiegenen Produktionskosten kündigte die Branche auch für 2012 Preisanhebungen an, und zwar je nach Marke im einstelligen Bereich. Im bevorstehenden Weihnachtsgeschäft werde Spielzeug aber nicht teurer werden, betonten Brobeil und Fischel.

“Die Deutschen sorgen sich zwar im Generellen, spüren aber selbst die Krise nicht. Sie gehen also weiter munter, aber nach wie vor bewusst einkaufen“, sagte Brobeil. Die Branche sehe das Weihnachtsgeschäft daher “sehr, sehr positiv“ auf sich zukommen.

Zu den Megatrends unter dem Christbaum zählen in diesem Jahr die Themen Action, Multimedia und Sammeln. Auf der Liste der Top 10 im Handel stehen unter anderem die Science-Fiction-Welt “Future Planet“ von Playmobil, Kreisel und Sammelkarten zu Ninjago von Lego und Tablet-PCs für Kinder.

dapd

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