Unwetterwarnung: DWD warnt vor schwerem Gewitter mit Orkanböen

Unwetterwarnung: DWD warnt vor schwerem Gewitter mit Orkanböen

Geschäfte im Einzelhandel laufen schlecht

Wiesbaden - Die Geschäfte im Einzelhandel laufen schlecht. Vor allem wegen Einbußen in Supermärkten und im Lebensmittel-Handel ging der Umsatz im Juni deutlich stärker zurück als erwartet.

Die Händler setzten gegenüber dem Vorjahresmonat nominal 1,2 Prozent weniger um, inflationsbereinigt sogar 3,9 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit. Allerdings hatte der Juni einen Verkaufstag weniger als im Vorjahr. Im Vergleich zum Mai belief sich das Minus auf 1,4 Prozent. Auch im ersten Halbjahr ging der Trend deutlich nach unten: Der Umsatz der Branche sank in den ersten sechs Monaten nominal um 1,8 Prozent.

Besonders stark waren im Juni die Einbußen im Handel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren. Preissprünge bei Nahrungsmitteln - vor allem Milch, Käse und Brötchen - sowie bei Energie entziehen den Haushalten seit Monaten Kaufkraft und halten die Inflationsrate in Deutschland mit 3,3 Prozent auf dem höchsten Niveau seit 15 Jahren. Im Juni verbuchten Supermärkte und der Lebensmitteleinzelhandel Umsatzeinbußen von 2,3 Prozent, preisbereinigt sogar 7,0 Prozent.

Das Minus im Einzelhandel zeigt die Schwäche des privaten Verbrauchs, der eine Stütze für das Wirtschaftswachstum ist. "Der private Konsum dürfte nichts zum Wachstum der Wirtschaft im zweiten Quartal beigetragen haben", schrieben die Volkswirte der Commerzbank nach Vorlage der Zahlen. Das Bundesamt berechnete seine Zahlen auf Daten aus sieben Bundesländern, in denen 76 Prozent des Gesamtumsatzes des deutschen Einzelhandels getätigt wird.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Forscher um Piketty stellen Bericht zur Ungleichheit vor
Paris (dpa) - Forscher um den bekannten französischen Ökonomen Thomas Piketty stellen heute in Paris einen Bericht zur Ungleichheit in der Welt vor. Die Experten haben …
Forscher um Piketty stellen Bericht zur Ungleichheit vor
Air-Berlin-Tochter Niki ist am Ende
Die Vorbehalte der EU-Kommission wogen zu schwer: Die Lufthansa nimmt Abstand vom Kauf der österreichischen Niki. Die Flugzeuge der Air-Berlin-Tochter bleiben am Boden.
Air-Berlin-Tochter Niki ist am Ende
US-Notenbank erhöht Leitzins um weitere 0,25 Punkte
Die US-Notenbank macht weiter Fortschritte bei der Normalisierung ihrer Geldpolitik. Anders als in Europa gehen die lange Zeit historisch niedrigen Zinsen langsam aber …
US-Notenbank erhöht Leitzins um weitere 0,25 Punkte
Insolvenzantrag: Air-Berlin-Tochter Niki stellt Flugbetrieb ein 
Die Air-Berlin-Tochter Niki ist insolvent. Airline-Gründer Niki Lauda denkt bereits über eine Übernahme nach.
Insolvenzantrag: Air-Berlin-Tochter Niki stellt Flugbetrieb ein 

Kommentare