Geschäftsklima kühlt sich merklich ab

- München - Nach monatelangem Stimmungshoch wächst in der deutschen Wirtschaft die Skepsis. Der Ifo-Geschäftsklimaindex sackte im Juli von 106,8 auf 105,6 Punkte ab, wie das Münchner Institut berichtete. Der Rückgang fiel damit überraschend stark aus. Die Betriebe bewerteten sowohl ihre aktuelle Lage als auch die Aussichten für das kommende halbe Jahr schlechter.

Dennoch war die Stimmung noch immer so gut wie nach dem Wiedervereinigungsboom im Jahr 1991. "Die konjunkturelle Entwicklung bleibt weiterhin aufwärts gerichtet", sagte Ifo-Vorstandsmitglied Gebhard Flaig.

Der monatliche Ifo-Index hatte sich seit November 2005 jeden Monat verbessert und nur im Mai einen kleinen Dämpfer erhalten. Weil der Index, der als einer der wichtigsten Frühindikatoren in Deutschland gilt, zuletzt immer wieder neue 15-Jahres-Höchstwerte erreichte, hatten Konjunkturexperten seit langem eine Korrektur erwartet. Trotz des Rückgangs im Juli bleibe der Index auf einem hohen Niveau, sagte Flaig.

Die Industrie sprach von schlechteren aktuellen Geschäften und zeigte sich auch für das nächste halbe Jahr pessimistischer.

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