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Die Weltbank in Washington.

Geschäftsklima: Singapur Spitze - Deutschland gut

Washington - Singapur, Hongkong, Neuseeland - nirgendwo sonst auf der Welt treffen Unternehmen einer Studie zufolge auf bessere Bedingungen zum Geschäftemachen. Deutschland nimmt nur einen soliden Platz ein.

Deutschland landet in der jüngsten Untersuchung der Weltbank zum Geschäftsklima in 183 Ländern auf einem soliden 21. Platz, hinter Malaysia und vor Litauen. Die größten Fortschritte, Unternehmern das Leben etwa bei Neugründung oder Steuern zu erleichtern, erzielte indes Kasachstan, heißt es in der am Mittwoch (Ortszeit) in Washington veröffentlichten Untersuchung der multilateralen Entwicklungshilfeorganisation. Der südostasiatische Stadtstaat Singapur konnte seinen Spitzenplatz das fünfte Jahr in Folge verteidigen.

Nach Hongkong und Neuseeland finden Unternehmer der Untersuchung mit dem Namen “Doing Business 2011“ zufolge in Großbritannien und in den Vereinigten Staaten die besten Geschäftsbedingungen vor. Auf dem 183. und damit letzten Platz der Studie landete der Tschad in Zentralafrika. Allerdings: Von den 30 Ländern, in denen es im vergangenen Jahr die meisten Verbesserungen gab, liegen ein Drittel in Afrika.

Nach Zählung der Studie setzten voriges Jahr die Behörden in 117 Ländern insgesamt 216 Reformen von Regularien und Richtlinien um, damit es Unternehmer leichter haben, Betriebe zu gründen, um die öffentliche Transparenz zu verbessern, Eigentumsrechte zu stärken oder die Effizienz des Rechtssystem auszubauen. “Weltweit ergreifen Regierungen beständig Maßnahmen, um lokalen Unternehmern mehr Möglichkeiten zu eröffnen“, sagt Neil Gregory, Amtierender Leiter der Weltbank-Abteilung für globale Analysen und Indikatoren.

dpa

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