Geschirrspüler im Test: Umweltfreundlich, aber langsam

- Geschirrspülmaschinen erleichtern die Hausarbeit ungemein: Klappe auf, dreckiges Geschirr hinein, Klappe zu und fertig. Keine unansehnlichen Tellerberge neben der Spüle mehr und kein Streit um den Abwasch. Nur eines nervt laut Stiftung Warentest: die Maschinen sind allesamt sehr langsam.

Maschinen helfen beim Sparen

Moderne Geschirrspülmaschinen helfen, die jährliche Strom- und Wasserrechnung in Grenzen zu halten. Spitzenmodelle brauchen im Energiesparprogramm nur noch 11 bis 14 Liter Wasser und rund 1,07 Kilowattstunden Strom. Das ermittelte die Stiftung Warentest im aktuellen Test von 15 vollintegrierbaren Einbaugeräten.

Eine großer Fortschritt, wenn man bedenkt, dass Anfang der 80er-Jahre noch rund 50 Liter Wasser durch die Maschinen flossen ­ mehr als beim Spülen im Becken. 15 Jahre später sank der Wert auf etwa 20 Liter, was schon deutlich weniger ist, als der Handabwasch braucht. Allerdings ist nicht das Wasser der größte Posten bei den laufenden Kosten, sondern die elektrische Energie ­ vom Anschaffungspreis abgesehen. Maschinen aus einem Test von 1981 verbrauchten noch rund zwei Kilowattstunden pro Spülgang. Die sparsamsten Modelle im aktuellen test ­ Blomberg, Bosch, Siemens und Neff ­ benötigen nur mehr knapp die Hälfte. Mehr Technik für mehr "A"s

Weniger Wasser, weniger Strom, trotzdem sauberes und trockenes Geschirr ­ das geht nur mit ausgefeilter Technik. Da wird Wasser zum Beispiel abwechselnd in den oberen und unteren Sprüharm gepumpt oder eine besonders effiziente Pumpe eingesetzt (Miele, Blomberg). Oder ein Wärmetaucher heizt kaltes Zulaufwasser in einer sogenannten "Wassertasche" bereits für den nächsten Spülschritt vor (Bosch, Neff, Siemens).

Damit es nicht nur für den Energieverbrauch, sondern auch für die Reinigungs- und Trockenwirkung das begehrte "A" auf dem Energie-Aufkleber gibt ­ dreimal "A" ist das Beste ­, wird zusätzlich an der Uhr gedreht. Spüldauer ist eine "Zumutung"

Unter zweieinhalb Stunden ist das Sparprogramm selten fertig, heißt es in der Aprilausgabe von "test". Für den Benutzer sei das eine "Zumutung". Beim Testsieger Miele G 1383 SCDVi muss der Benutzer fast drei Stunden warten, ehe der Geschirrspüler endlich fertig ist (siehe Tabelle). Dafür ist das Geschirr dann aber auch sauber und trocken. Anders bei Gorenje GV 63221, mit 181 Minuten noch einen Tick langsamer. Hier holten die Prüfer manch dreckiges Teil aus den Spülkörben: Andere Teile waren zwar sauber, aber noch nass. Letztlich reicht es aber nur für ein "Ausreichend", weil das Modell den Testern zu laut war und sie es auch schlecht zu bedienen fanden.

Etwas schneller geht der Spülvorgang, lässt man die Maschine mit dem Automatikprogramm selbst entscheiden. Ein Sensor misst dabei die Trübung des Wassers und erkennt daran den Verschmutzungsgrad des Geschirrs. In den Modellen von Blomberg, Miele, Bosch und Siemens funktionierten diese Sensoren perfekt. Den Testern zufolge seien Kinderkrankheiten im Automatik-Bereich überwunden, auch wenn etwas mehr Strom und meist mehr Wasser benötigt wird, als im Energiesparprogramm.

Einkaufstipps

-Für preisbewusste empfiehlt sich Blomberg GVN 1380 für günstige 773 Euro. Spitzeneinbaugeräte sind deutlich teurer. Auch zu empfehlen: Miele, Bosch, Neff und Siemens. -Preisvergleiche lohnen sich sehr. Der Handel verkauft häufig viel billiger als die Anbieter empfehlen. Die Tester fanden Preisunterschiede von bis zu knapp 1000 Euro.

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