Gespräche zwischen Bahn und GDL beendet

Frankfurt/Main - In ihrem monatelangen Tarifstreit haben die Deutsche Bahn und die Lokführergewerkschaft GDL ihre Gespräche wieder aufgenommen, am Dienstag jedoch keine Einigung erzielt.

Bahnchef Hartmut Mehdorn und der Chef der Lokführergewerkschaft GDL, Manfred Schell, verließen am Abend nach einem rund vierstündigen Austausch die alte Bahnzentrale in Frankfurt wieder, ohne sich zum Inhalt oder den Ergebnissen zu äußern. Konkrete Stellungnahmen wurden erst am Mittwoch erwartet. Die Gespräche hatten am Dienstagvormittag in Egelsbach bei Darmstadt begonnen und waren dann zunächst unterbrochen worden. Die GDL hatte ursprünglich angekündigt, nach Ende des Treffens über den Verlauf zu informieren.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verlangte von den Tarifparteien "volle Konzentration" auf eine schnelle Einigung. "Der Tarifkonflikt bei der Bahn darf nicht bis Weihnachten dauern", sagte Merkel der "Bild"-Zeitung (Mittwoch).

Zuvor hatte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) betont, die Bahn wolle der GDL ein neues Angebot vorlegen. Das bekräftigte er am Rande der deutsch-italienischen Regierungskonsultationen in Meseberg bei Berlin, an der zeitweilig auch Bahnchef Hartmut Mehdorn teilnahm. Ob das dann eine tragfähige Basis für neue Verhandlungen darstelle, sei offen. "Die Positionen sind leider davon noch weit entfernt", sagte Tiefensee am Dienstagnachmittag. Er appellierte an die Konfliktparteien, in Verhandlungen einzutreten. 

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