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Die Flugbegleiter drohen damit, ab 1. Juli zu streiken. Foto: Frank Rumpenhorst/Archiv

Gesprächsfaden bei der Lufthansa nicht abgerissen

Eine Woche vor dem angekündigten Flugbegleiter-Streik reden Lufthansa und die Gewerkschaft Ufo noch miteinander. Die Frist ist noch längst nicht abgelaufen, wenngleich die Positionen weit auseinanderliegen.

Frankfurt/Main (dpa) - Bei der Lufthansa gibt es noch Hoffnung, den für die kommende Woche angekündigten Streik der Flugbegleiter abzuwenden.

Bei einem Sondierungsgespräch habe man über mögliche Themen und Teilnehmer einer erneuten Verhandlungsrunde gesprochen, berichtete der Chef der Kabinengewerkschaft Ufo, Nicoley Baublies, hinterher. Man habe sich "ergebnisoffen" getrennt und zunächst keinen Termin vereinbart. Die Flugbegleiter wollen nach der gescheiterten Schlichtung am 1. Juli erstmals für auskömmliche Betriebs- und Übergangsrenten streiken und dann den Arbeitskampf tageweise bis in den September fortführen.

Vom Lufthansa-Vorstand nahmen Personalchefin Bettina Volkens und der Passage-Chef Karl Ulrich Garnadt an der Sondierung teil. Nun werde eine erneute Verhandlungsrunde vorbereitet und Ufo dazu Termine vorgeschlagen, sagte ein Unternehmenssprecher. Details könne er noch nicht nennen.

Ufo verlangt wegen der angeblichen "Vertrauenskrise" im Unternehmen ein klärendes Gespräch mit dem gesamten Vorstand mit Carsten Spohr an der Spitze. Außerdem soll Lufthansa verbindlich erklären, dass die zum Jahresende 2013 gekündigten Tarifverträge zu den Renten bis zu einer Neuregelung nachwirken und damit vorerst gültig bleiben.

Auch das materielle Angebot zum Arbeitgeberanteil müsse deutlich erhöht werden, um bei einem realistischen Zinssatz vergleichbare Leistungen wie nach dem bisherigen System zu erreichen, betonte Baublies. Ufo hat - anders als die Pilotengewerkschaft Cockpit - grundsätzlich einem Systemwechsel bei den Renten zugestimmt, nach dem Lufthansa nur noch feste Beiträge zahlen und nicht mehr wie bislang für eine bestimmte Rentenhöhe inklusive einer Rendite garantieren müsste. Die geringen Zinssätze am Kapitalmarkt haben die bilanzwirksamen Pensionsrückstellungen des Dax-Konzerns in Milliardenhöhe aufgebläht.

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