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Hermann Gröhe steht unter Druck.

Nach heftiger Kritik

Gröhe: Pflege braucht eine moderne Ausbildung

Berlin - Die Reform der Pflegeausbildung ist in der vergangenen Zeit heftig debattiert und kritisiert worden. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe verteidigt seine Entscheidung.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat die Reform der Pflegeausbildung gegen Kritik privater Leistungsanbieter verteidigt. Bei der ersten Lesung seines Pflegeberufsgesetz im Bundestag sagte Gröhe am Freitag, nach zehn Jahren Debatte über eine Reform werde es endlich Zeit, sie umzusetzen.

Eine Zusammenlegung von Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege werde dabei der Tatsache gerecht, dass immer häufiger Menschen ins Krankenhaus kämen, die beispielsweise altersdement seien, und umgekehrt Menschen im Altenheim lebten, die mehrere Erkrankungen hätten.

Um mehr Menschen in den Pflegeberuf zu bekommen, sei auch eine moderne Ausbildung nötig, sagte Gröhe. Der Minister unterstrich, dass auch junge Menschen, die nach zehn Jahren einen Hauptschulabschluss machen, eine Pflegefachausbildung aufnehmen könnten. Allerdings müsse auch klar sein, dass Ausbildungsinhalte bestimmt seien von dem, was morgen nötig sei, sagte Gröhe.

Linken-Abgeordnete: "Pflegeausbildung werde nicht den Ansprüchen gerecht"

Die Linken-Abgeordnete Pia Zimmermann hielt dem Minister vor, ein Schmalspurgesetz auf den Weg gebracht zu haben, das der Ausbildung in der Pflege überhaupt nicht gerecht werde. Sie forderte den Minister auf, sich ein weiteres Jahr Zeit zu nehmen, um auf die Bedenken von Fachleuten einzugehen.

Nach Auffassung der Grünen-Abgeordneten Elisabeth Scharfenberg läuft die geplante Generalisierung der Ausbildung den allgemeinen Tendenzen auf dem Arbeitsmarkt zur Spezialisierung entgegen. In drei Jahren könne man von allem nur ein bisschen lernen, machte sie deutlich. „Die Pflege an der Wiege, die ist eben etwas anderes, als die Pflege an der Bahre.“

dpa

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