+
Das Bundesamt für Strahlenschutz lässt untersuchen, welche Auswirkungen elektrische und magnetische Felder zum Beispiel an Hochspannungsleitungen haben können. Foto: Martin Schutt

Forschung zum Stromnetz-Ausbau

Gesundheitsrisiken von Stromnetzen: Bund schiebt Studien an

Berlin (dpa) - Die Bundesregierung lässt über die kommenden sechs Jahre die Auswirkungen von Stromleitungen auf die Gesundheit von Bürgern erforschen.

Hintergrund ist der massive Ausbau der Stromnetze unter anderem mit neuen "Strom-Autobahnen" von Nord- nach Süddeutschland, der für die Energiewende notwendig ist. "Wir sind überzeugt, dass wir alle gut gesichert sind durch die gesetzlichen Regelwerke", sagte die Präsidentin des Bundesamts für Strahlenschutz, Inge Paulini, in Berlin. Bisher seien keine negativen Folgen nachgewiesen. Es gebe aber wissenschaftliche Fragen und Verdachtsmomente, die zu Sorgen in der Bevölkerung führten.

Das rund 18 Millionen Euro schwere Forschungsvorhaben ist auf sechs Jahre angelegt und soll mehr als 30 Projekte umfassen. Bisher steht nur das Bundesumweltministerium als Finanzierer fest. Untersucht werden soll zum Beispiel, ob es einen Zusammenhang von sogenannten niederfrequenten Magnetfeldern mit Krankheiten wie Demenz, Parkinson oder ALS gibt, und ob sie bei Kindern das Risiko für Leukämie erhöhen können. Die Frage, ab wann elektrische und magnetische Felder wahrgenommen werden können, sowie das Risikobewusstsein der Bevölkerung sollen ebenfalls Themen sein.

Das Forschungsprogramm behindere den Ausbau des Stromnetzes "in keiner Weise", betonte Paulini. "Falls da etwas Bedenkliches herauskommt, werden wir das natürlich in die Prozesse einspeisen."

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Geldwäsche: Deutsche Bank bekommt Bafin-Sonderaufpasser
Die Deutsche Bank bekommt von der Finanzaufsicht einen Sonderaufpasser verordnet. Er soll darüber wachen, dass Deutschlands größtes Geldhaus Geldwäsche ausreichend …
Geldwäsche: Deutsche Bank bekommt Bafin-Sonderaufpasser
CDU schließt Steuergeld zur Lösung der Dieselkrise nicht aus
Bald sollen Millionen Dieselbesitzer Klarheit bekommen. Regierung und Autoindustrie ringen aber noch um neue Maßnahmen gegen Fahrverbote wegen zu schmutziger Luft in …
CDU schließt Steuergeld zur Lösung der Dieselkrise nicht aus
Millionen Deutsche müssen mit Niedriglöhnen auskommen
Am deutschen Arbeitsmarkt ist nicht alles Gold, was glänzt. Bei der Frage nach der Qualität der Arbeit kommen viele soziale Faktoren ins Spiel. Sorgen macht vor allem …
Millionen Deutsche müssen mit Niedriglöhnen auskommen
Paris will ausländische Lastwagen zur Kasse bitten
Paris (dpa) - Die Pariser Regierung will ausländische Lastwagen für die Nutzung französischer Straßen zur Kasse zu bitten.
Paris will ausländische Lastwagen zur Kasse bitten

Kommentare