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Getreidepreise stürzen ab - Bauern schlagen Alarm

München - Fallende Getreidepreise machen den Bauern zu schaffen. Ursache sei unter anderem die Situation am Rohölmarkt, sagte Willi Zellner, Referent der Marktberichtstelle im Bayerischen Bauernverband, am Donnerstag laut Mitteilung.

Der Weizenpreis als Eckpreis für landwirtschaftliche Produkte orientiere sich am Rohölpreis. Dieser aber falle derzeit deutlich. Zugleich hätten sich Dünger, Diesel und Pflanzenschutzmittel enorm verteuert. Mehrausgaben für die Getreideproduktion um bis zu 10 000 Euro seien für viele bayerische Betriebe keine Seltenheit.

Die Erzeugerpreise für Brotweizen seien seit Beginn der Ernte von 170 Euro pro Tonne auf 160 Euro pro Tonne gefallen. Ähnlich sehe es bei Brotroggen und anderen Getreidearten aus. Sehr niedrig seien die Preise im Vergleich zum Vorjahr: Bekam der Landwirt für eine Tonne Brotroggen vor einem Jahr mehr als 180 Euro, seien es jetzt gerade noch 140 Euro. Ein weiterer Grund für die niedrigen Getreidepreise seien die weltweit hohen Ernteprognosen. So sei der Markt derzeit reichlich versorgt und es fehlten Exportmöglichkeit in Drittländer. Vor allem durch die hohe Ernte in der Schwarzmeerregion seien wichtige Absatzmärkte für heimisches Getreide blockiert.

Der Sinkflug des Getreidepreises zeige erneut, dass die Landwirtschaft die Lebensmittelpreise nicht nach oben treibe. Denn trotz sinkender Erzeugerpreise stiegen die Verbraucherpreise an: Eine Semmel koste heute beispielsweise etwa 30 Cent, vor einem Jahr seien es noch 25 Cent gewesen. Der Landwirt verdient laut Bauernverband an einer Semmel nur etwa 0,6 Cent. Durchschnittlich 29,4 Cent des Verkaufspreises und mehr als 4 Cent der Preiserhöhung gingen beim Kauf einer Semmel an Herstellung, Personal, Vertrieb und Werbung.

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