Gewerbesteuer sprudelt nach Gesetzesänderung

- Wiesbaden - Die Gemeinden haben 2004 wegen einer Gesetzesänderung und höherer Firmengewinne deutlich mehr Gewerbesteuer eingenommen. Das Steueraufkommen belief sich auf 28,5 Milliarden Euro, das waren 21,5 Prozent mehr als 2003, teilte das Statistische Bundesamt mit. Die zum 1. Januar 2004 in Kraft getretene Gesetzesänderung habe Steueroasen eliminiert, einen Mindestsatz festgeschrieben und die Verrechnung von Verlusten aus den Vorjahren eingeschränkt. "Zudem sind die Gewinne der Unternehmen im Durchschnitt höher ausgefallen. Vor allem im zweiten Quartal ging es nach oben", sagte ein Statistiker.

Die Gewerbesteuer wird auf die Ertragskraft der Betriebe erhoben und trägt maßgeblich zur Finanzierung der Gemeinden bei. Der von den Gemeinden festgesetzte Steuerhebesatz lag in Deutschland im vergangenen Jahr im Durchschnitt bei 388 Prozent, das war ein Prozentpunkt mehr als im Vorjahr. Der Hebesatz wird auf den Steuermessbetrag berechnet. Zum Beispiel ergibt sich für einen Betrieb in Frankfurt mit einem Ertrag von 50 000 Euro ein Steuermessbetrag von 1275 Euro. Darauf erhob die Stadt 2004 einen Steuersatz von 490 Prozent, sodass die Firma insgesamt 6247 Euro Gewerbesteuer zahlen musste.

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