Sechs Prozent mehr Geld für Bierbrauer?

München - In der Tarifrunde für die rund 10.000 Beschäftigten im bayerischen Braugewerbe fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) sechs Prozent mehr Geld. Dafür gibt es gute Argumente.

In der Tarifrunde für die rund 10 000 Beschäftigten im bayerischen Braugewerbe fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten sechs Prozent mehr Geld. “Die Krise in Deutschland ist vorbei, der Aufschwung muss nun endlich auch bei den Leuten ankommen“, sagte der Landeschef der Gewerkschaft, Hans Hartl, am Donnerstag in München. Außerdem sollten die Auszubildenden für zwölf Monate übernommen werden. Die Tarifverhandlungen beginnen an diesem Freitag in München.

Der Bayerische Brauerbund wies die Forderung zurück. Sie entbehre angesichts der wirtschaftlichen Situation der Branche jeder Grundlage, sagte Hauptgeschäftsführer Lothar Ebbertz. “Die Bäume wachsen nicht in den Himmel.“

Das sind die beliebtesten Biere der Deutschen

Die Bier-Hitliste: Diese Marken sind am beliebtesten

Der Bierabsatz in Bayern war im vergangenen Jahr um 3,2 Prozent auf 21,6 Millionen Hektoliter gesunken. Bereits seit Jahren geht der Bierabsatz in Deutschland kontinuierlich zurück, zudem tobt auf dem Markt eine Preisschlacht. Dank guter Exportgeschäfte hatten die bayerischen Brauer die Verluste jedoch einigermaßen wettmachen können. Zudem zieht die Nachfrage nach alkoholfreiem Bier weiter an.

Die Friedenspflicht in der Tarifrunde über einen neuen Entgelt-Tarifvertrag in Bayern läuft Ende Februar aus. Parallel zu dieser Runde gibt es auf bundesweiter Ebene Verhandlungen über einen neuen Bundesrahmentarifvertrag in der Brauereiwirtschaft. Dabei geht es um die Eingruppierung der Mitarbeiter in Lohngruppen. Nach Angaben der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) drohen niedrigere Einkommen etwa für Mitarbeiter in Fuhrparks oder Außendienstler, es gab bereits Warnstreiks.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Borgward wagt sich mit erstem Modell auf deutschen Markt
Stuttgart (dpa) - Mit Online-Vertrieb und einer Allianz mit der Werkstattkette A.T.U versucht der Autobauer Borgward nun auch auf dem deutschen Markt Fuß zu fassen.
Borgward wagt sich mit erstem Modell auf deutschen Markt
US-Handelskonflikt belastet zunehmend deutsche Wirtschaft
Zollstreit, Unionszwist und eine neue Regierung in Italien: Unsicherheiten für die deutsche Wirtschaft gibt es derzeit genug. Das drückt Experten zufolge auch auf die …
US-Handelskonflikt belastet zunehmend deutsche Wirtschaft
„Von dem Verzehr wird dringend abgeraten“: Riesiger Rückruf bei Aldi, Penny und Kaufland
Verbraucherschützer warnen: Salmonellen-Alarm bei Aldi, Penny und Kaufland und Co.! Welche Märkte und welche Produkte betroffen sind, erfahren Sie hier.
„Von dem Verzehr wird dringend abgeraten“: Riesiger Rückruf bei Aldi, Penny und Kaufland
Handelskonflikt drückt Dax ins Minus
Frankfurt/Main (dpa) - Nach dem größten Wochenverlust seit drei Monaten geht es für den Dax weiter abwärts: Im frühen Handel sank der deutsche Leitindex um 0,85 Prozent …
Handelskonflikt drückt Dax ins Minus

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.