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Mitarbeiter des Getränkeherstellers Coca-Cola stehen Ende Januar  in Weimar (Thüringen) mit Fahnen und Plakaten vor dem Werktor.

Gewrkschaft stellt Ultimatum

Coca Cola: Zeichen stehen auf Streik

Berlin - Wieder wurde lange verhandelt, und doch gab es bei Coca-Cola keinen Tarifabschluss. Das Unternehmen sieht Fortschritte, doch die Gewerkschaft ist unzufrieden und peilt jetzt einen Streik an.

Beim größten deutschen Getränkehersteller Coca-Cola stehen die Zeichen auf Streik. Auch die zehnte Runde der Tarifverhandlungen über Einkommen und Arbeitszeit von rund 10 000 Angestellten führte nicht zu einem Abschluss, wie beide Seiten am Freitag in Berlin mitteilten.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) stellte nach den zweitägigen Gesprächen ein Ultimatum. Sollte es bis nächsten Dienstag, 17 Uhr, keine Einigung geben, „steuern wir auf einen heftigen Arbeitskampf zu“, sagte NGG-Verhandlungsführer Claus-Harald Güster. Die große Tarifkommission der Gewerkschaft will dann entscheiden, ob die Verhandlungen für gescheitert erklärt werden. Zuvor wollen sich beide Seiten noch einmal treffen.

Die NGG ist unter anderem mit dem zuletzt aufgestockten Arbeitgeberangebot noch nicht zufrieden. Coca-Cola will in diesem Jahr 3,0 Prozent mehr Geld zahlen, 2014 sollen die Einkommen um weitere 2,0 Prozent steigen. Dies sei zu wenig, um den Anschluss an die besseren Tarifverträge der übrigen Branche zu schaffen, urteilte Güster. Die Gewerkschaft fordert 6,0 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

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Anders als die NGG bewertete Coca-Cola den Zwischenstand positiv. Die Tarifparteien hätten sich „auf wesentliche Punkte zu den Themen Beschäftigungssicherung und Arbeitszeit verständigt“, stellte das Unternehmen fest. „Beide Seiten sind deutlich aufeinander zugegangen, und wir haben aus unserer Sicht jetzt die Möglichkeit, ein ausgewogenes Verhandlungsergebnis zu erreichen“, sagte der Personalvorstand der Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG, Frank Molthan.

Bei der NGG hieß es dagegen, auch bei der Arbeitszeit und der Beschäftigungssicherung gebe es noch strittige Punkte. Die Gewerkschaft verlangt einen Schutz vor Entlassungen. Coca-Cola wiederum dringt darauf, die Arbeitszeiten flexibler zu gestalten.

dpa

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