Gewerkschaft ver.di plant Warnstreiks bei HypoVereinsbank

München - Im Tarifkonflikt des deutschen Bankgewerbes plant die Gewerkschaft ver.di in den kommenden Tagen Warnstreiks bei der UniCredit-Tochter HypoVereinsbank (HVB). Schwerpunkt der Aktionen werde voraussichtlich der Standort München sein, sagte eine Sprecherin der Gewerkschaft am Dienstag auf Anfrage und bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der "Süddeutschen Zeitung" (Dienstag). Einzelheiten wollte sie zunächst aber nicht nennen.

Die dritte Runde der Tarifverhandlungen soll am 22. Juli stattfinden. Die Gewerkschaft will für die gut 250 000 Beschäftigten bei privaten und öffentlichen Banken acht Prozent mehr Geld durchsetzen. Außerdem fordert die Arbeitnehmerseite den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen und wehrt sich gegen Forderungen der Arbeitgeber nach mehr variablen Gehaltsbestandteilen. Die Arbeitgeber lehnen die Forderungen als überzogen ab und verweisen auf die angespannte Lage in vielen Häusern infolge der Finanzmarktkrise. Sie wollen mehr Flexibilität im Tarifvertrag erreichen. Zudem wollen sie die Regelungen zur Samstagsarbeit dauerhaft im Tarifvertrag festschreiben. Der geltende Vertrag war am 30. Juni ausgelaufen.

Laut "SZ" reagiert die Gewerkschaft mit der Wahl der HVB auch auf den geplanten Stellenabbau bei der Bank. Die HVB-Mutter UniCredit will bis 2010 insgesamt 9000 Arbeitsplätze in Westeuropa streichen.

Ein Sprecher der HypoVereinsbank sagte auf Anfrage, derzeit lägen der Bank keine Informationen über mögliche Arbeitsniederlegungen vor. Arbeitgeber müssten im Rahmen von Tarifverhandlungen allerdings immer mit Warnstreiks rechnen. Telefonische Erreichbarkeit der Bank sei auf jeden Fall sichergestellt, um die Auswirkungen auf die Kunden so gering wie möglich halten

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