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Philips kämpft mit Marktproblemen in China und Russland und negative Währungseffekte in den Schwellenländern Foto: Britta Pedersen

Nach Gewinneinbruch kämpft Philips weiter mit Problemen    

Amsterdam (dpa) - Der vor der Aufspaltung stehende niederländische Elektronikkonzern Philips kämpft mit großen Problemen.

Nach einem Gewinneinbruch 2014 rechnet das Unternehmen auch für das laufende und kommende Jahr mit Schwierigkeiten, teilte Vorstandsvorsitzender Frans van Houten am Dienstag in Amsterdam mit. Allein die geplante Abspaltung der Lichtsparte werde 2015 bis zu 400 Millionen Euro kosten.

Im vergangenen Jahr musste Philips Produktionsprobleme in der Medizintechnik und schleppende Geschäfte in China und Russland verkraften. Der Nettogewinn fiel auf 411 Millionen Euro und lag damit etwa zwei Drittel niedriger als im Vorjahr.

"Wir bleiben beim gesamtwirtschaftlichen Ausblick vorsichtig und stellen uns auf anhaltende Schwankungen in unseren Absatzmärkten ein", sagte Vorstandschef van Houten. Für 2015 und 2016 liegt Philips etwa ein Prozent hinter seinen Zielen zurück.

Auch die hohen Kosten für den geplanten Umbau stellen eine Belastung dar. Dennoch will Philips am bisherigen Kurs festhalten. "Ich habe immer gesagt, dass der Umbau unseres Unternehmens ein Marathon ist und kein Sprint," sagte van Houten.

Das 123 Jahre alte Traditionsunternehmen hatte im vergangen Jahr angekündigt, sich vom Lichtgeschäft zu trennen. Ein Teilverkauf soll in der ersten Hälfte von 2015 erfolgen. Die Medizinsparte soll mit der Verbraucherelektronik wie Rasierapparate und Zahnbürsten zusammengelegt werden. Die Produktion von TV-Apparaten hatten die Niederländer bereits abgestoßen.

"Wir hatten 2014 kein gutes Jahr", sagte der Philips-Chef angesichts des Gewinneinbruchs und des Geschäftsverlaufs. Der Umsatz ging um drei Prozent zurück auf 21,4 Milliarden Euro. Anfang Januar hatte Philips das enttäuschende Resultat bereits angekündigt.

Das letzte Quartal 2014 war ein Spiegel des Jahres: Von Oktober bis Dezember erzielte Philips einen Nettogewinn von 134 Millionen Euro, gegenüber 412 Millionen im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dafür war vor allem ein einmaliger Posten von 279 Millionen durch die unerwartet lange Schließung einer Fabrik in den USA verantwortlich.

Informationen von Philips

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