Gewinneinbruch bei Genossenschaftsbanken DZ und WGZ

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Frankfurt/Düsseldorf (dpa) - Die genossenschaftlichen Zentralbanken DZ und WGZ haben infolge der internationalen Finanzmarktkrise Gewinneinbrüche verzeichnet.

Im ersten Halbjahr 2008 gingen die Überschüsse der sich annähernden Bankkonzerne in Frankfurt und Düsseldorf um jeweils fast 60 Prozent zurück. Hauptgrund waren umfangreiche Wertberichtigungen angesichts gesunkener Kurse. Das geht aus den Halbjahreszahlen der beiden Spitzeninstitute von bundesweit rund 1230 Volksbanken und Raiffeisenbanken hervor. Die Vorstände von DZ und WGZ betonten in ihren getrennten Mitteilungen einhellig, dass in einem Zusammenschluss große Chancen für den genossenschaftlichen Finanzverbund gesehen werden. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur dpa soll die Fusion spätestens Frühjahr 2009 stehen.

Bei dem wesentlich größeren DZ-Bankkonzern ging der Gewinn im ersten Halbjahr um 58,9 Prozent auf 388 Millionen Euro stark zurück. Als Hauptgrund wurden Wertberichtigungen bei Schuldverschreibungen anderer Banken genannt. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden Wertberichtigungen von 467 Millionen Euro verarbeitet. Zudem wurden 771 Millionen Euro an Wertberichtigungen außerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung in der Neubewertungsrücklage berücksichtigt. Damit belief sich im ersten Halbjahr 2008 die Gesamtbelastung des DZ-Bankkonzerns aus der Finanzmarktkrise auf über 1,2 Milliarden Euro.

Vorstandschef Wolfgang Kirsch betonte in einer Mitteilung, dass die DZ Bank über ein tragfähiges Geschäftsmodell verfüge. Zum DZ- Bankkonzern gehören auch die Bausparkasse Schwäbisch Hall, die Fondsgesellschaft Union Investment und die R+V Versicherung. Nach Angaben von Kisch entwickelten sich insbesondere die Geschäfte mit Bausparverträgen, Zertifikaten und Riester-Rente-Produkten sehr gut. Für das Gesamtjahr 2008 werde ein Zuwachs beim Vorsteuergewinn erwartet. 2007 betrug der Vorsteuergewinn gut eine Milliarde Euro.

Bei der WGZ wurde der Konzernüberschuss im ersten Halbjahr 2008 auf 71,3 Millionen Euro mehr als halbiert. Als Grund wurden Wertberichtigungen der Tochter WL Bank bei EU-Länderanleihen genannt, deren Kurs im ersten Halbjahr gesunken sei. Die WGZ betonte, es handele sich um erstklassige Anleihen. Es gebe nach wie vor keine Ausfälle im Wertpapierbestand. Die mit der Finanzmarktkrise verbundenen Effekte blieben überschaubar. Die Kapital- und Liquiditätsausstattung der Bank sei komfortabel. "Wir sind gut gepolstert", sagte WGZ-Chef Werner Böhnke in einer Mitteilung.

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