Gewinneinbruch bei Henkel

Düsseldorf - Der Waschmittelriese Henkel hat im zweiten Quartal wegen hoher Umbaukosten einen Gewinneinbruch erlitten.

Der Überschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter sank um rund 84 Prozent auf 38 Millionen Euro, teilte der Düsseldorfer Konzern am Mittwoch mit. Im zweiten Quartal 2008 hätten Aufwendungen für den Konzernumbau von insgesamt mehr als einer viertel Milliarde Euro das Ergebnis belastet.

Der Henkel-Vorstand verwies dabei auf das laufende Sparprogramm, dass unter anderem den Abbau von 1000 Arbeitsplätzen allein in Deutschland vorsieht. Zudem spielte die Integration der Klebstoffgeschäfte eine Rolle, die Henkel im Frühjahr erworben hatte.

Aber auch bereinigt um die Sondereffekte für den Konzernumbau ging der Quartalsüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter zurück und zwar um fast fünf Prozent auf 227 Millionen Euro. Die EBIT-Marge schrumpfte ebenfalls. Bereinigt um Sondereffekte lag sie bei 10,1 Prozent gegenüber 10,5 Prozent im zweiten Quartal 2007. Als Grund wurden gestiegene Rohstoffpreise genannt, die die Stammsparte Waschmittel und die Klebstoffsparte stark belastet hätten. Henkel hält nach früheren Angaben am Margen-Ziel von 12 Prozent fest. Wann diese Marke erreicht wird, ist aber offen. Die Prognose, dass dies schon 2008 der Fall sein wird, war im Frühjahr gestrichen worden.

Der neue Konzern-Chef Kasper Rorsted hob Zuwächse in den laufenden Geschäften hervor. "In einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld, dass weiterhin durch stark steigende Rohstoffpreise und einen schwachen US-Dollar gekennzeichnet war, erreichten wir ein sehr erfreuliches organisches Umsatzwachstum", erklärte Rorsted. Bereinigt um Zukäufe und Verkäufe sowie Wechselkurseffekte stieg der Umsatz um 6,1 Prozent. Inklusive der neu erworbenen und nun erstmals in die Bilanz eingeflossenen Klebstoffgeschäfte stieg der Umsatz im zweiten Quartal um 11,4 Prozent auf rund 3,67 Milliarden Euro. Henkel hatte Industrieklebstoffe für umgerechnet 3,7 Milliarden Euro zugekauft.

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