Gewinneinbruch bei Hypo Real Estate - Weitere Abschreibungen

München - Die internationale Finanzkrise hat dem Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate zum Start ins Jahr hohe Abschreibungen und einen Gewinneinbruch beschert. Im ersten Quartal seien weitere 175 Millionen Euro abgeschrieben worden, teilte der DAX-Konzern am Dienstag in München mit.

Ohne den positiv wirkenden Effekt einer ausgegebenen Pflichtwandelanleihe sei der Vorsteuergewinn auf 6 Millionen Euro geschrumpft, nach 304 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Einschließlich des Effekts aus der Anleihe, die im Zuge der Übernahme des Staatsfinanzierers DEPFA begeben worden war, waren es 190 Millionen Euro Vorsteuerergebnis im ersten Quartal. "Die ersten drei Monate 2008 waren für unsere Branche sicherlich das schwierigste Quartal seit vielen Jahren", erklärte Konzernchef Georg Funke laut Mitteilung.

Eine Prognose für das laufende Jahr wagte die Bank weiter nicht. Nachdem sich die Krise an den Kapital- und Finanzierungsmärkten fortgesetzt und teils noch verschärft habe, sei es weiter unmöglich, die kurzfristigen Rahmenbedingungen verlässlich einzuschätzen, hieß es. Weitere Belastungen für die Kreditwirtschaft und damit auch für die Hypo Real Estate "sind vor diesem Hintergrund auch für die kommenden Quartale nicht auszuschließen", erklärte der Immobilienfinanzierer.

dpa

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