Gewinnplus für ThyssenKrupp

Düsseldorf - Der Industriekonzern ThyssenKrupp hat im zweiten Quartal dank geringerer Sondereffekte mehr verdient als im Vorjahr und die Ziele für das Gesamtjahr bekräftigt. Vor Steuern habe das Ergebnis zwischen Januar und März bei 742 Millionen Euro gelegen nach 572 Millionen Euro im Vorjahr.

Das teilte der Konzern am Mittwoch in Düsseldorf mit. Von dpa-AFX befragte Analysten hatten mit 758 Millionen Euro gerechnet. Der Umsatz kletterte leicht auf 13,2 (13,1) Milliarden Euro. Im Vorjahr hatte eine Kartellstrafe das Ergebnis kräftig gedrückt, in diesem Jahr fielen vergleichsweise geringere Anlaufkosten für die neuen Stahlwerke in den USA und Brasilien an.

Ohne die Sondereffekte lag das Vorsteuerergebnis bei 784 Millionen Euro nach 1,052 Milliarden Euro im Vorjahr. Zwar erholte sich das Edelstahlgeschäft im Vergleich zum ersten Quartal wieder, es erreichte aber mit einem Vorsteuergewinn von 38 (291) Millionen Euro bei weitem nicht das Vorjahresniveau. Unter dem Strich verdiente ThyssenKrupp mit 502 (244) Millionen Euro mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr und übertraf damit die Markterwartungen. Die Analysten hatten mit 487 Millionen Euro gerechnet.

Die Ziele für das Gesamtjahr 2007/2008 bekräftigte ThyssenKrupp trotz der stark gestiegenen Rohstoffpreise insbesondere für Eisenerz und Kokskohle, die die Stahlsparte belasten. Der Konzern peilt vor Steuern und Sondereffekten unverändert ein Ergebnis von mehr als drei Milliarden Euro an. 2006/2007 hatte ThyssenKrupp 3,8 Milliarden Euro verdient.

Für 2008/2009 sei eine weiter positive Umsatzentwicklung zu erwarten, "sofern nicht unvorhersehbare konjunkturelle Einbrüche unsere Geschäfte beeinträchtigen", hieß es im Quartalsbericht. Eine positive Umsatzentwicklung werde sich auch im Ergebnis niederschlagen. Die mittelfristigen Ziele bestätigte ThyssenKrupp.

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