Gewinnsprung bei Porsche

Halbjahreszahlen: - Stuttgart - Der Sportwagenbauer Porsche hat in seinem ersten Geschäftshalbjahr einen überraschend hohen Gewinnsprung verbucht. Vor allem Sondererlöse im Zusammenhang mit der Beteiligung an VW haben den Vorsteuergewinn um mehr als das Fünffache auf 1,45 Milliarden Euro steigen lassen.

Das teilte Porsche in Stuttgart mit. Der Autobauer erhöhte auch seine Gewinnprognose für das gesamte Geschäftsjahr 2006/07 (31. Juli). Man sei zuversichtlich, das Rekordergebnis des Vorjahres von 2,1 Milliarden Euro übertreffen zu können. Noch im Dezember hatte Porsche-Chef Wendelin Wiedeking erklärt, dieser Rekord werde sich in diesem Jahr nicht wiederholen lassen.

In dem Ende Januar abgeschlossenen ersten Halbjahr sprang der Nachsteuergewinn auf 1,05 Milliarden Euro von 169,8 Millionen Euro im Vorjahr. Unter anderem habe sich die Neubewertung des inzwischen auf 27,4 Prozent der Stammaktien angestiegenen VW-Aktienpakets mit 520 Millionen Euro positiv ausgewirkt, teilte Porsche mit.

Der Umsatz sank unterdessen um 2,9 Prozent auf 3,02 Milliarden Euro. Der Absatz fiel um 5,9 Prozent auf 39 750 Fahrzeuge. Beim Geländewagen Cayenne gab es im Zusammenhang mit dem Modellwechsel ein Minus von 39,8 Prozent auf 10 225 Fahrzeuge. Die Produktion des alten Cayenne wurde im November eingestellt, der Nachfolger kommt erst Ende Februar zu den Händlern.

Die Sportwagen der 911er-Reihe rückten dagegen um 15,7 Prozent auf 17 340 Einheiten vor. Der Verkauf der Modelle Boxster und Cayman legte um 21,5 Prozent auf 12 170 Autos zu. Im US-Markt - dem wichtigsten für Porsche - fiel der Absatz um 19,2 Prozent auf 14 570 Fahrzeuge. Dagegen erwartet Porsche in China und Russland deutliche Zuwächse.

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