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Die eingetrübten Konjunkturaussichten schlagen sich laut GfK auf die Einkommenserwartungen der Verbraucher nieder.

Gfk-Konsumklimaindex

Optimismus der Verbraucher im März leicht gedämpft

Berlin - Der Optimismus der Verbraucher hat im März einen kleinen Dämpfer bekommen. Ihre Erwartungen an die Konjunkturentwicklung und die Entwicklung ihres Einkommens sanken leicht, und entsprechend auch die Neigung, größere Anschaffungen zu machen.

Dies teilte das Marktforschungsunternehmen GfK am Donnerstag in Nürnberg mit. "Offenbar scheinen weltwirtschaftliche Risiken nicht ohne Wirkung auf die Verbraucher zu sein", hieß es. Im langjährigen Vergleich ist die Konsumlaune aber "nach wie vor gut".

Die Marktforscher nannten in erster Linie die konjunkturelle Abschwächung in wichtigen Exportländern Deutschlands wie China und den USA. Dies dürfte die Exportaussichten deutscher Unternehmen beeinträchtigen. Die Konjunkturerwartungen der Verbraucher seien im März daher etwas gesunken. Der von der GfK gemessene Wert liege aber immer noch knapp über dem langjährigen Durchschnittswert.

Die eingetrübten Konjunkturaussichten schlagen sich laut GfK auf die Einkommenserwartungen der Verbraucher nieder. Aber: Nach wie vor sei die Einkommensstimmung als "überaus hoch" zu bezeichnen, erklärten die Marktforscher. Denn die Zahl der Erwerbstätigen nehme stetig zu, die Inflationsrate sei niedrig und die bevorstehende Tarifrunde lasse die Arbeitnehmer auf reale Einkommenszuwächse hoffen. Der Dämpfer für die Anschaffungsneigung fällt nur leicht aus; die Konsumlaune sei "ungebrochen", teilte die GfK mit. Auch hier sind die stabile Arbeitsmarktlage und die niedrige Inflation die Gründe. Eine hohe Planungssicherheit führe zu größeren Anschaffungen. Hinzu komme, dass Sparen nach der jüngsten Leitzinssenkung auf null Prozent noch weniger attraktiv geworden ist.

Das Marktforschungsunternehmen befragt für seinen Konsumklimaindex monatlich rund 2000 Verbraucher. Es errechnete für April einen Wert von 9,4 Punkten - das ist ein Punkt weniger als im März. Dennoch seien die Aussichten für den Konsum für das Gesamtjahr gut, betonte die GfK. Sie bestätige ihre Prognose, wonach der private Konsum 2016 real um etwa zwei Prozent steigen wird.

AFP

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