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Für das Gesamtjahr 2018 geht die GfK davon aus, dass die privaten Konsumausgaben um rund zwei Prozent steigen werden - und damit etwa so stark wie im Vorjahr. Foto: Frank Rumpenhorst/Symbolbild

GfK-Sudie

Deutsche Verbraucher weiter in bester Konsumlaune

Die Konjunktur brummt, der Arbeitsmarkt boomt - kein Wunder, dass Verbraucher in Bestlaune sind und sich gerne mal was leisten. Dabei hatte sich die Stimmung im Februar etwas eingetrübt - doch dazu haben die Forscher eine eindeutige Meinung.

Nürnberg (dpa) - Die deutschen Verbraucher sind nach einem vorübergehenden Stimmungstief inzwischen wieder in bester Konsumlaune.

Sie hätten zuletzt nicht nur die konjunkturelle Lage wieder optimistischer als im Vormonat beurteilt, sondern seien auch wieder vermehrt zu größeren Ausgaben bereit, schreibt das Marktforschungsunternehmen GfK in seiner am Mittwoch veröffentlichten Konsumklimastudie für März. Schließlich kalkulierten sie für die nächste Zeit mit einem steigenden Einkommen.

Entsprechend dürfte sich das Konsumklima im April leicht verbessern und sich weiter auf einem Spitzenniveau bewegen, erwarten die Konsumforscher. Der von der GfK monatlich ermittelte Konsumklimaindex werde im April um 0,1 Punkte auf 10,9 Punkte steigen, lautet die GfK-Prognose. Bei dem "Rückschlag" bei der Verbraucherstimmung im Februar handelte es sich nach GfK-Einschätzung lediglich um "eine kleine Delle", die im März zum Teil wieder ausgebügelt worden sei.

GfK-Konsumforscher Rolf Bürkl warnte zugleich vor einer Überbewertung des Stimmungseinbruchs vom Februar. Ganz genau kenne man die Gründe dafür zwar nicht. "Aber vermutlich hat in dem Monat die seinerzeitige Ungewissheit über den SPD-Mitgliederentscheid zur großen Koalition eine Rolle gespielt. "Die Furcht, das könnte der Beginn eines Abwärtstrends sein, muss ich verneinen. Die Verbraucherstimmung ist wieder auf Kurs", sagte Bürkl.

Auch der aktuelle Welthandelsstreit um US-Strafzölle etwa für Stahl und Aluminium dürfte nach Bürkls Ansicht vorerst nicht das deutsche Konsumklima überschatten. Von zentraler Bedeutung sei für viele Bundesbürger weiterhin die Frage der Arbeitsplatzsicherheit. Angesichts der exzellenten Verfassung des Arbeitsmarktes brauche sich derzeit kaum einer um seinen Job sorgen. "Sollte allerdings die US-Handelspolitik direkt auf den Arbeitsplatz der Bundesbürger durchschlagen, könnte die Verbraucherstimmung rasch kippen", gibt Bürkl zu bedenken.

Optimistisch zeigen sich die Verbraucher trotz des Handelskonflikts in Bezug auf ihr künftiges Einkommen. Der entsprechende Index sei im Vergleich zum Februar wieder deutlich gestiegen. Denn mit der starken Arbeitskräftenachfrage verbänden viele Verbraucher die Hoffnung auf steigende Löhne und Gehälter. "Und von der guten Lohnentwicklung profitieren auch die gesetzlichen Renten", schreibt die GfK. Tatsächlich würden mit den im Juli in Kraft tretenden gut dreiprozentigen Rentenerhöhungen auch Rentner spürbar mehr in ihren Geldbeuteln haben.

Die Konsumklimastudie basiert auf monatlich rund 2000 Verbraucherinterviews im Auftrag der Europäischen Union. Das Konsumklima bezieht sich auf alle Konsumausgaben, nicht allein auf die Ausgaben im Einzelhandel, enthält also auch Ausgaben für Mieten, Reisen und Gesundheit.

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