MAN gibt Beteiligung an ehemaligem Standort in Penzberg auf

München - Der Nutzfahrzeughersteller MAN trennt sich endgültig von seinem früheren Standort in Penzberg.

Drei Jahre nach der Umwandlung in eine eigenständige Gesellschaft seien zum 1. August die verbliebenen 40 Prozent der Anteile an der Automotive Components Penzberg (ACP) GmbH an die Beteiligungsgesellschaft Hörmann gegangen, teilte die MAN Nutzfahrzeuge AG am Dienstag in München mit. Deren Anteil steige damit auf 90 Prozent. Der Rest liegt bei Geschäftsführer Ralf Simon.

Beide Seiten wollen aber die bestehenden Geschäftsbeziehungen aufrechterhalten. So soll beispielsweise das neue MAN-Werk nahe Krakau in Polen künftig von einer ACP-Niederlassung vor Ort beliefert werden. Darüber hinaus wurde ein Rahmenliefervertrag mit einem Umsatzvolumen von jährlich über 100 Millionen Euro unterzeichnet. MAN hatte sich im Jahr 2005 von der Mehrheit an seinem Komponentenwerk in Penzberg getrennt und bereits damals einen vollständigen Verkauf in Aussicht gestellt. Der Penzberger Automobilzulieferer beschäftigte Ende vergangenen Jahres 850 Mitarbeiter. Der Umsatz lag 2007 bei 135 Millionen Euro.

Eine ähnliche Lösung war im vergangenen Jahr auch für die Pressteile-Sparte im südhessischen Gustavsburg gefunden worden. Auch hier war Hörmann eingestiegen. Die Gruppe mit Sitz in Kirchseeon beschäftigt insgesamt rund 4000 Mitarbeiter. Das Portfolio reicht von Warnsystemen über Mobilfunklösungen, Industrietechnik bis hin zum Komponentenbau.

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