Giesecke & Devrient von Bundesdruckerei-Verkauf enttäuscht

München - Der Münchner Gelddruck- und Chipkartenkonzern Giesecke & Devrient hat enttäuscht auf den Wiederverkauf der Bundesdruckerei an den Bund reagiert.

"Aus unserer Sicht sind damit große Chancen nicht realisiert worden", sagte ein Sprecher des Unternehmens am Mittwoch in München. Beide Unternehmen hätten zusammen einen großen technischen Vorsprung gehabt. Darüber hinaus habe G&D einen "sehr fairen" Preis geboten.´

Acht Jahre nach der Privatisierung der Bundesdruckerei hatten sich die Gesellschafter des Unternehmens sowie Finanz- und Innenministerium darauf geeinigt, die die Bundesdruckerei "zur Wahrung der nationalen sicherheitspolitischen Interessen" an die Bundesrepublik Deutschland zu verkaufen. Dies hatte die Bundesdruckerei am Dienstagabend in Berlin mitgeteilt.

Interesse an der in der Hauptstadt ansässigen Bundesdruckerei hatten neben G&D auch der TÜV Nord sowie der französische Technologiekonzern Sagem. Allerdings hielt der Bund schon seit längerem aus Sicherheitsgründen einen Wiedereinstieg bei der Bundesdruckerei für erforderlich.

Die Bundesdruckerei - als "Reichsdruckerei" 1879 gegründet - zählt zu den weltweit führenden Anbietern von Dokumenten wie Ausweisen und Reisepässen. 2007 kam das Unternehmen nach eigenen Angaben auf 292 Millionen Euro Umsatz. Die Zahl der Beschäftigten wird mit derzeit rund 1300 angegeben.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Anklage fordert Haftstrafen für Schlecker und seine Kinder
Hat Anton Schlecker gierig Geld verschoben, als die Insolvenz drohte, oder nur den Ernst der Lage nicht erkannt? Die Meinungen bei Anklage und Verteidigung gehen weit …
Anklage fordert Haftstrafen für Schlecker und seine Kinder
Protest in Berlin gegen Siemens-Stellenabbau
Die Siemens-Beschäftigten wollen keinen Zweifel an ihrer Kampfbereitschaft lassen und setzen ihre Aktionen gegen den geplanten Stellenabbau fort. Die SPD sieht die …
Protest in Berlin gegen Siemens-Stellenabbau
Protest gegen Stellenabbau: Siemens-Mitarbeiter umringen Werk
Die Siemens-Beschäftigten wollen keinen Zweifel an ihrer Kampfbereitschaft lassen und setzen ihre Aktionen gegen den geplanten Stellenabbau fort. Die SPD sieht die …
Protest gegen Stellenabbau: Siemens-Mitarbeiter umringen Werk
Dax dreht ins Plus - Anleger haken Jamaika-Aus schnell ab
Frankfurt/Main (dpa) - Das Scheitern der Sondierungsgespräche über eine Koalition in Berlin hat den deutschen Aktienmarkt am Montag nur kurzzeitig belastet.
Dax dreht ins Plus - Anleger haken Jamaika-Aus schnell ab

Kommentare