Diagnose da: So lange fehlt Müller dem FC Bayern

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Bei Giesecke & Devrient 160 Stellen gefährdet

- München - Kosteneinsparungen bei Giesecke & Devrient könnten zur Verlagerung von 160 Arbeitsplätzen ins Ausland führen. Betroffen ist die Produktion von Kartenkörpern in Louisenthal am Tegernsee. "Es besteht schon seit längerer Zeit die Überlegung, wie die Kostensituation in der Kartenproduktion verbessert werden kann", sagte Hans-Joachim Kraemer, Sprecher von Giesecke & Devrient, gegenüber unserer Zeitung.

Dabei würden alle Szenarien überlegt. Mögliche Optionen, wie die Kosten zu senken seien, wären mehr Flexibilität bei den Arbeitszeiten, die Senkung oder Streichung von Zusatzleistungen, Mehrarbeit oder auch die Verlagerung an einen günstigeren Standort. Entschieden sei aber noch nichts.<BR><BR>Der Betriebsrat in Louisenthal bestätigte, dass Maßnahmen überlegt würden und dass noch nichts beschlossen sei. Angesichts der laufenden Gespräche äußere er sich nicht zu Details. Angeblich sei die Verlagerung der Kartenkörper-Produktion nach Bratislava und der Verlust von 200 Arbeitsplätzen geplant, hieß es aus dem Umfeld des Werkes. Kraemer wollte dies nicht bestätigen. Falls der Kartenbereich im Werk Louisenthal dichtgemacht würde, sähe es düster für die Beschäftigten aus. In der Gemeinde Gmund gibt es keinen vergleichbaren Betrieb.<BR><BR>Ausdrücklich hieß es bei dem Chipkarten- und Banknoten-Spezialisten, dass in Louisenthal nur die Kartenkörper-Produktion und nicht die Papier-Produktion mit ihren 465 Mitarbeitern betroffen sei.<BR><BR>Eine Sprecherin betonte, dass die Wettbewerber in der Kartenkörper-Produktion besser dastünden. Der Konzern müsse seine Prozesse optimieren. Die Herstellung der Kartenkörper ist - im Vergleich mit der Personalisierung und Ausstattung der Karten mit Intelligenz, die in München angesiedelt ist - ein eher einfaches Verfahren.<BR><BR>Zum 31. Dezember 2004 beschäftigte der Gelddruck- und Kartenkonzern Giesecke & Devrient 7337 Menschen, davon 3485 im Inland. Gegenüber dem Vorjahr waren das 34 Mitarbeiter mehr im Inland und 309 Mitarbeiter mehr im Ausland. Im Bereich Banknotenbearbeitungssystem wurde restrukturiert; dadurch habe sich die Mitarbeiterzahl reduziert. Auch im Geschäftsfeld Banknoten fielen im vergangenen Jahr wegen der Verlagerung einer Drucklinie nach Malaysia Arbeitsplätze weg. Andererseits erhöhte sich durch die Integration der Secunet AG in den Konzern die Zahl der Beschäftigten im Karten-Bereich. Der G & D-Konzern erzielte 2004 einen Jahresüberschuss von 38,4 (Vorjahr 28,2) Millionen Euro.

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