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Die Frage ist, ob es bei dem geplanten Verkauf von Niki an den britisch-spanischen IAG-Konzern bleibt oder ob ein anderer Bieter den Zuschlag erhält. Foto: Georg Hochmuth

Insolvenzverfahren

Letztes Angebot: Gläubiger beraten über Niki-Verkauf

Niki war die Perle im Reich der insolventen Air Berlin. Am Montag stand im zweiten Insolvenzverfahren die Entscheidung über den künftigen Besitzer der Airline an.

Wien - Rund sechs Wochen nach der Insolvenz von Niki ist am Montag das Bieterrennen um die Air-Berlin-Tochter in die Schlussrunde gegangen. Der Gläubigerausschuss traf sich am Nachmittag in Wien, um in einem zweiten Anlauf über den Verkauf der Fluglinie zu beraten.

In einem ersten Insolvenzverfahren in Deutschland war der Zuschlag an den britisch-spanischen IAG-Konzern gegangen. Dessen Tochter Vueling hatte für Niki 20 Millionen Euro und weitere 16,5 Millionen Euro als Massekredit zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes geboten. Auf Antrag des Fluggastportals Fairplane wurde aber in Österreich ein zweites Insolvenzverfahren am Landgericht Korneuburg eröffnet. Damit hatten Bieter erneut eine Chance, ein Angebot zu unterbreiten.

Gründer Niki Lauda wollte mitbieten

Unter den Interessenten war erneut der österreichische Ex-Rennfahrer Niki Lauda. Der 68-Jährige, der die Airlinie 2003 gegründet hatte und 2011 ausgestiegen war, wollte nach eigenen Worten zusammen mit dem Reiseveranstalter Thomas Cook (Condor) bieten.

IAG-Chef Willie Walsh sieht unterdessen großes Potenzial in dem Deal. "Wenn wir den Zuschlag für Niki bekommen, sehen wir ein Wachstumspotenzial für mindestens 30 Flugzeuge", sagte Walsh der Zeitung "Die Presse" (Montag). Zudem würde die Luftfahrtgruppe über die Billig-Langstrecken-Tochter Level in zwei bis drei Jahren auch Interkontinental-Flüge ab Wien anbieten.

Die IAG-Tochter Vueling hat bisher drei Millionen Euro in den Weiterbetrieb von Niki investiert, die von einem etwaigen neuen Käufer zurückgezahlt werden müssten. Die IAG will alle rund 1000 Niki-Beschäftigten übernehmen.

Lauda hat für den Fall einer Entscheidung zu seinen Gunsten bereits mit der Lufthansa verhandelt und sich nach seiner Darstellung 15 der 21 Niki-Flugzeuge gesichert. Die Lufthansa hatte im Dezember ihr Angebot zum Kauf von Niki nach wettbewerbsrechtlichen Bedenken der EU-Kommission zurückgezogen.

dpa

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