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Auch der ehemalige Formel-1-Weltmeister Niki Lauda bietet für die von ihm gegründete Fluggesellschaft. Foto: Wolfgang Duveneck

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Vier Bieter in Endrunde für Niki-Verkauf

In den nächsten Tagen soll der Verkauf der österreichischen Fluglinie Niki über die Bühne gehen. Der Insolvenzverwalter verhandelt jetzt mit vier Bietern um die Konditionen.

Berlin (dpa) - Vier Interessenten sind in der Endrunde um den Kauf der insolventen Air-Berlin-Tochter Niki. Der Gläubigerausschuss beauftragte Insolvenzverwalter Lucas Flöther bei einer Sitzung zu entsprechenden Verhandlungen, wie ein Sprecher des Verwalters mitteilte.

Um wen es sich bei den Bietern handelt, wollte Flöther mit Blick auf die zugesicherte Vertraulichkeit nicht sagen. Noch in diesem Jahr soll eine Lösung gefunden sein, hieß es.

"Die Aussichten dafür stehen gut", sagte Flöther. "Ich bin zuversichtlich, dass es möglich ist, große Teile des Geschäftsbetriebs und zahlreiche Arbeitsplätze in Österreich und Deutschland zu erhalten." Die österreichische Airline hatte vor mehr als einer Woche Insolvenz angemeldet, nachdem die Übernahme durch die Lufthansa wegen Bedenken der EU-Wettbewerbshüter geplatzt war. Niki stellte den Flugbetrieb ein, Tausende Passagiere saßen zunächst fest.

Die Airline mit rund 1000 Beschäftigten gilt als besonders attraktiver Unternehmensteil der ebenfalls insolventen Air Berlin. Bereits zum Start des Bieterverfahrens um Niki meldete Flöther "zahlreiche ernsthafte Interessenten". Die Zahl schrumpfte jedoch mit Ablauf der Bieterfrist am Donnerstag. Insgesamt seien sechs Angebote für weite Teile des Niki-Geschäftsbetriebs eingegangen, hieß es weiter. Fünf von ihnen seien verbindlich.

Bereits vor Ablauf der Frist hatte Airline-Gründer und Ex-Rennfahrer Niki Lauda erklärt, verbindlich mitzubieten. Weitere Interessenten sollen unter anderem die British-Airways-Mutter IAG, der Reisekonzern Thomas Cook (Condor) und die Tuifly sein. Die irische Billiglinie Ryanair und das Konsortium um den Berliner Logistiker Zeitfracht sprangen hingegen ab.

Als ein Problem gilt, dass sich die Lufthansa während der geplanten Niki-Übernahme bereits einige Maschinen sicherte. Der Branchenprimus hat sich aber nach eigener Darstellung verpflichtet, die gekauften Maschinen einem künftigen Niki-Eigentümer zu überlassen.

Der Verkauf der Airline ist auch ein Wettlauf gegen die Zeit. Zum Einen muss die Betriebserlaubnis der österreichischen Behörden lange genug erhalten bleiben, damit die Niki mit den wertvollen und begehrten Start- und Landerechten an Flughäfen, den sogenannten Slots, verkauft werden kann. Die Behörden seien sehr entgegenkommend, teilte Insolvenzverwalter Flöther mit. "Sollten wir bis Ende Dezember einen unterschriftsreifen Vertrag haben, ist es sogar möglich, dass die Frist noch um ein paar Tage verlängert wird."

Allerdings drohe der Niki bei längeren Verhandlungen das Geld auszugehen, um trotz Einstellung des Flugbetriebs die laufenden Kosten zu decken, ergänzte Flöther. "Sie können ein Flugzeug nicht einfach wie ein Auto hinstellen, Schlüssel abziehen und das war es." Die potenziellen Käufer müssten bereit sein, dafür schon vor der endgültigen Übernahme Geld zu geben. Andernfalls sei eine Stilllegung nicht zu vermeiden, so der Insolvenzverwalter weiter.

Die Niki muss nicht zwingend komplett an einen Bieter verkauft werden. Denkbar wäre auch, dass das Unternehmen zwischen mehreren Käufern aufgeteilt oder Kooperationen geschlossen werden.

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