"Globalisierung ist kein Schreckgespenst"

- München - Sendemasten für "Radio Kuba", Mobilfunkprodukte für brasilianische Handynutzer und Autoantennen für ganz Südamerika: Die Liste der Kooperationen und Firmenbeteiligungen der Rosenheimer Kathrein-Werke ist lang. Gut 50 Prozent seines Jahresumsatzes erzielte der oberbayerische Antennenhersteller im vergangenen Jahr im Ausland. Und zählt damit zu den Vorzeige-Klienten von "Bayern International".

Gegründet Ende 1995 ist die der Bayerischen Staatsregierung zugehörige Gesellschaft zur Förderung von Außenwirtschaft seit nunmehr zehn Jahren im Freistaat aktiv. Vor allem mittelständischen und kleinen Unternehmen hilft "Bayern International" beim Eintritt in ausländische Märkte. Mit Erfolg: Stieg doch die Exportquote des bayerischen Mittelstands zwischen 1994 und 2004 von 17,2 auf 27,2 Prozent. Mit einem Exportzuwachs von 8,3 Prozent konnte die bayerische Gesamtwirtschaft in den ersten elf Monaten des vergangenen Jahres einen neuen Ausfuhrrekord feiern - zum zwölften Mal in Folge.

"Globalisierung ist kein Schreckgespenst, sondern eine Chance", bilanzierte Wirtschaftsminister Erwin Huber. "Der Wegfall von Handelshemmnissen hat sich für uns positiv ausgewirkt." Auch der heimische Arbeitsmarkt profitiere von Bayerns starker Exportwirtschaft, betonte der Minister. Zwischen 1994 und 2005 konnte der Freistaat als einziges deutsches Bundesland die Zahl seiner sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze steigern, um mehr als 2000 Stellen. Mit 16 Auslandsvertretungen verfügt Bayern unter allen deutschen Bundesländern über das dichteste Netz von Repräsentanzen. "Kein Ort der Welt ist sicher vor bayerischer Konkurrenz", sagte Huber.

Zum zehnjährigen Bestehen von "Bayern International" wechselt auch die Geschäftsführung der Gesellschaft: Der ehemalige Pressesprecher im Wirtschaftsministerium, Reinhard Pfeiffer, löst Gründungsgeschäftsführer Dieter Würl ab. Bis Jahresende soll ein Gutachten des Münchner Ifo-Instituts noch ungenutzte Exportpotentiale aufzeigen.

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