Glos für weitere Nachlässe bei Roaming-Gebühren

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Berlin (dpa) - Bundeswirtschaftsminister Michael Glos macht sich für weitere Preisnachlässe für Handy-Telefonate in der EU stark.

Mit Blick auf eine geplante Überarbeitung der EU-Vorschriften für Roaming-Gebühren sagte Glos in Berlin: "Ich kann mir vorstellen, dass man bei den Preisen für Gespräche noch weiter runtergeht." Diese Gebühren berechnen sich Telekom-Anbieter gegenseitig, wenn ihre jeweiligen Kunden im Ausland ihr Mobiltelefon nutzen.

Bereits von diesem Samstag an soll mobiles Telefonieren im EU- Ausland nochmals billiger werden. Entsprechend der EU-Vorschriften, die am 30. Juni 2007 in Kraft getreten waren und die Gebühren für Gespräche im Ausland beschränken, sinken die Preisobergrenzen für Anrufe aus dem Ausland von 0,49 Euro netto auf 0,46 Euro. Wird jemand bei Reisen im EU-Ausland angerufen, sinken die maximal erlaubten Gebühren von 0,24 Euro netto auf 0,22 Euro. "Die Mobilfunkanbieter sind zur Absenkung des Eurotarifs verpflichtet", betonte Glos am Samstag in der Mitteilung.

Die EU-Kommission hat bereits ähnliche Vorschriften für das Versenden von SMS und andere mobile Datendienste angekündigt. Glos sieht dort dringenden Handlungsbedarf. Zwar hätten einige Anbieter bereits begonnen, die Preise zu senken. Roaming-Kunden, die im Ausland über das Handy oder den Laptop im Internet surfen, dürften jedoch künftig nicht von außergewöhnlich hohen Forderungen überrascht werden.

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