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Münzen und Barren aus Gold sind in unterschiedlichen Gewichtsklassen erhältlich – von einem Gramm bis zu einem Kilogramm.

Preise, Händler, Lagerung

Gold kaufen: Das müssen Sie beachten

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Geldgeschenke sind zu Weihnachten beliebt. Allerdings auch etwa einfallslos. Wie wäre es in diesem Jahr mit einer Goldmünze oder einem Goldbarren als Alternative? Wir erklären, was Schenker und Beschenkter wissen sollten.

München - Den Geldschein ins Kuvert, Namen drauf und ab unter den Baum: So mancher Euro wechselt auf diese Art zu Weihnachten den Besitzer. Eine Alternative zum Geldgeschenk kann eine Goldmünze, ein kleiner – oder auch etwas größerer – Goldbarren sein. Wir erklären, was es beim Kauf zu beachten gilt.

Barren und Münzen

Münzen und Barren aus Gold sind in unterschiedlichen Gewichtsklassen erhältlich – von einem Gramm bis zu einem Kilogramm. Beliebt sind unter den Goldmünzen vor allem die Unzen-Einheiten Krügerrand, Maple Leaf und Philharmoniker. Sie gehen dieser Tage besonders oft über den Ladentisch, heißt es beim Münchner Edelmetallhändler Pro Aurum. Bei den Goldbarren konzentriert sich die Nachfrage bei Pro Aurum in der Vorweihnachtszeit auf die Gewichtseinheiten 1 Unze, 50 Gramm, 100 Gramm und 250 Gramm. Auch beim Edelmetallhändler Degussa läuft der Verkauf momentan auf Hochtouren. Neben Krügerrand-Münzen und 100-Gramm-Barren sind bei Degussa derzeit auch 1-Gramm-Barren gefragt, die – mit Weihnachtsgruß versehen – schon für knapp 50 Euro zu haben sind. Auch kleine Barren mit Tiermotiv, die als Anhänger getragen werden können, sind beliebt vor Weihnachten.

Preise

Die Preise von Münzen und Barren setzen sich aus dem aktuellen Materialwert des Goldes, den Herstellungskosten (zum Beispiel Prägungen) und etwaigen Versandkosten zusammen. „In der Regel sind bei identischem Feingewicht Barren aufgrund der niedrigeren Herstellungskosten günstiger als Münzen“, heißt es bei Pro Aurum.

Ob man sich für eine kleine Stückelung entscheidet oder lieber den kompletten Betrag in ein Stück steckt, ist Geschmackssache. „Bei kleinen Stückelungen sind die Kosten höher, dafür tut man sich leichter, wenn man nur einen Teil des Goldes verkaufen möchte“, erklärt Stefanie Kühn, Finanzberaterin aus Grafing.

Wichtig zu wissen: Gold (aber auch Silber, Platin oder Palladium) wird in Feinunzen (Abkürzung: oz) pro US-Dollar angegeben und gehandelt. Eine Feinunze entspricht 31,1034768 Gramm. Der Preis lag am Montagnachmittag bei 1261,07 US-Dollar, was 1068,78 Euro entspricht. Ist der Goldpreis pro Feinunze angegeben, lässt sich der Preis leicht in den Grammpreis umrechnen, indem man durch 31,103 teilt. Ein Beispiel: Eine Goldmünze kostet 1250 Euro je Feinunze. Daraus ergibt sich ein Grammpreis von rund 40,19 Euro.

Händler

„Kaufen sollte man Goldmünzen und -barren bei Edelmetallhändlern. Das ist günstiger als bei der Bank“, rät Kühn. Anlaufstellen in München sind zum Beispiel Degussa (Promenadeplatz 12) oder Pro Aurum (Joseph-Wild-Straße 12). Die Händler unterhalten auch Online-Shops. Die Preise sind identisch. Bei Degussa beispielsweise werden sie im Fünfminutentakt aktualisiert – je nachdem wie sich der Goldpreis entwickelt. So kostete etwa ein Goldbarren (1 Gramm) am Montagnachmittag 43,50 Euro. Ein 5-Gramm-Barren war für 184,50 Euro zu haben. Die Krügerrand-Goldmünze war mit 123 Euro (1/10 oz Feingold), beziehungsweise 295,20 Euro (1/4 oz Feingold) gelistet.

Es lohnt sich, vor dem Kauf Preise im Internet zu recherchieren und zu vergleichen. Große Preisunterschiede gibt es beim Gold allerdings nicht. „Man kann kein Schnäppchen machen“, betont Finanzberaterin Kühn. Ist der Preis bei einem Anbieter deutlich niedriger als bei den anderen, sollte man hellhörig werden. Gold sei zwar relativ fälschungssicher, so Kühn. Ganz ausschließen kann man Fälschungen jedoch nicht.

Lagerung

Goldbarren und -münzen lassen sich zu Hause unterm Kopfkissen aufbewahren. Besser eignet sich ein Safe oder ein Schließfach bei der Bank. Auch bei einigen Edelmetallhändlern kann man einen Lagerplatz mieten – zum Beispiel bei Degussa in München. „Wenn der Wert größer ist, ist das irgendwann nicht mehr über die Hausratversicherung abgedeckt“, erklärt Kühn. In der Regel sollte man spätestens ab einem Wert von rund 20.000 Euro das Gold extern lagern.

Verkauf

Stößt das Goldgeschenk auf nicht allzu viel Gegenliebe, kann man Münze oder Barren natürlich auch wieder verkaufen. Allerdings in der Regel mit Verlust. Denn der Ankaufspreis liegt im Handel unter dem Verkaufspreis. Viele Edelmetallhändler kaufen auch an – so auch Pro Aurum und Degussa in München. Kunden können vor Ort vorstellig werden oder Gold per Online-Shop, E-Mail oder Fax verkaufen, die Edelmetalle können dann beim Kunden via Wertekurier abgeholt werden. Die Preise, zu denen die Händler Barren und Münzen ankaufen, ändern sich (wie beim Goldkauf) laufend – je nach der Entwicklung des Goldpreises. Deshalb gibt es laut Degussa auch kein Umtauschrecht bei Investmentprodukten, die vom Goldpreis abhängen. Anders bei Goldgeschenken wie Schmuck: Hier kann zwei Wochen lang umgetauscht werden. Bei Degussa gilt für Schmuck aktuell ein verlängertes Rückgaberecht. Das heißt, sofern unbenutzt, kann bis 5. Januar umgetauscht werden, auch wenn das Geschenk heute gekauft wird.

Auch wichtig: „Viele Händler wollen auch bei Ankäufen den Kassenzettel sehen“, sagt Kühn. Den sollte der Schenker also besser eine Zeit lang aufbewahren.

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