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Gold hat viel von seinem Glanz verloren. Der Preis ist nicht nur stark unter Druck geraten, es gibt zudem eine beachtliche Schwankungsbreite (Volatilität), die sicherheitsbedachte Anleger gar nicht schätzen.

Preis gerät mächtig unter Druck

Ist Gold kein sicherer Hafen mehr?

München - Der Goldpreis ist mächtig unter Druck geraten. Während im Jahr 2011 noch ein Preis von 2000 Dollar je Feinunze Gold nur noch eine Frage der Zeit schien, ist das beliebte Edelmetall nun auf dem Weg in Richtung 1000 Dollar.

Gold ist immer weniger wert. Der Preis pro Feinunze liegt derzeit mit rund 1093 Dollar so niedrig wie seit über fünf Jahren nicht mehr. Für manche hat Gold bereits seinen Charakter als sicherer Hafen verloren. Das Privatbankhaus Sal. Oppenheim erklärte gestern, man habe Gold gänzlich aus den Portfolios verbannt. Die Kölner Investmentstrategen brechen damit mit einem alten Grundsatz, der Gold als unverzichtbaren Bestandteil eines jeden Depots für Privatanleger betrachtet. „Edelmetall hat seinen Status als sicherer Hafen verloren, sagt Maximilian Uleer, Portfoliomanger Investmentstrategie bei Sal. Oppenheim. „Der Goldpreis zeigt schon seit Jahren keine Reaktion auf geopolitische Krisen mehr.“ Deshalb lohne sich ein Goldinvestment auch mittelfristig nicht mehr. „Wer auf langfristig steigende Preise hofft, muss womöglich viel Geduld mitbringen“, so Uleer.

Thesen, die viele Goldanleger verunsichern dürften. Doch es gibt auch Experten, die Gold nach wie vor – als langfristige Investition – für eine sinnvolle Ergänzung in jedem Portfolio betrachten. Wir sprachen mit Egon Weinberg, Rohstoffexperte der Commerzbank, und dem Leiter der Investmentstrategie von Sal. Oppenheim, Lars Edler.  

com

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