+
Lloyd Blankfein verteidigt das Verhalten von Goldman Sachs

Goldman-Sachs-Chef verteidigt Verhalten in Finanzkrise

Washington - Der Vorstandschef der US-Investmentbank Goldman Sachs hat sich in einem Senatsausschuss gegen Betrugsvorwürfe verteidigt. Die Anleger hätten Risiken gesucht, meint er.

Die Anleger hätten Risiken gesucht, “und das ist es, was sie bekommen haben“, sagte Lloyd Blankfein am Dienstag in Washington. “Leider ist der Immobilienmarkt sehr schnell nach Süden gegangen“, sagte der Finanzmanager mit Blick auf den drastischen Wertverfall im Jahr 2008. “So haben die Leute Geld verloren.“ In einem Wortwechsel mit Senator Carl Levin wies Blankfein die Beschuldigung zurück, Goldman Sachs habe bewusst einen Interessenkonflikt in Kauf genommen, indem das Institut Wertpapiere verkauft haben, auf deren Kursverlust es zugleich spekuliert habe.

Wirtschaftskrise: Diese Banken hat es am meisten getroffen

Wirtschaftskrise: Diese Banken hat es am meisten getroffen

“Wir wickeln hunderttausende, wenn nicht Millionen Transaktionen am Tag ab“, sagte der Vorstandschef. Bei jeder Transaktion gebe es Käufer und Verkäufer und damit potenzielle Gewinner und Verlierer. Blankfein war der letzte Zeuge, der am Mittwoch gehört wurde. Zuvor hatten auch fünf gegenwärtige und zwei ehemalige Manager von Goldman Sachs das Verhalten des Finanzkonzerns in der Krise verteidigt. Die US-Börsenaufsicht SEC ermittelt wegen sogenannter Shorts, also Wetten auf fallende Kurse.

Als der Hypothekenmarkt zusammenbrach, ließ sich mit diesen Zertifikaten Geld verdienen. Auf der Verliererseite der riskanten Geschäfte standen die Käufer der Papiere, darunter die deutsche IKB Bank und die niederländische ABN Amro, die laut SEC knapp eine Milliarde Dollar verloren haben.

DAPD

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Abgasaffäre: Zwangsrückruf für Audi-Dieselmodelle
Audi muss nun auch Modelle mit V6-TDI-Motoren umrüsten. Das Kraftfahrt-Bundesamt hat verpflichtende Rückrufe dieser Fahrzeuge angeordnet. Es geht einmal mehr um …
Abgasaffäre: Zwangsrückruf für Audi-Dieselmodelle
Verdi macht Front gegen Aufspaltung von T-Systems
Berlin (dpa) - Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat die geplante Aufteilung der Telekom-Sparte T-Systems in zwei Gesellschaften kritisiert.
Verdi macht Front gegen Aufspaltung von T-Systems
Aldi bricht ab Montag ein großes Rabatt-Tabu
Die Kunden wird es freuen, die Konkurrenz ins Schwitzen bringen: Aldi bricht ab Montag ein großes Rabatt-Tabu und startet eine noch nie dagewesene Aktion.
Aldi bricht ab Montag ein großes Rabatt-Tabu
Reisebranche macht Druck: Urlaubssteuer muss weg
Veranstalter-Reisen könnten teurer werden, warnt die Tourismusbranche. Die Politik müsse endlich Klarheit bei der umstrittenen Urlaubssteuer schaffen.
Reisebranche macht Druck: Urlaubssteuer muss weg

Kommentare