+
Die Großbank Goldman Sachs hat sich von einer anrüchigen Investition getrennt

Sex-Anzeigen und Menschenhandel: Goldman steigt aus

New York - Goldman Sachs hat sich von einem Verlag getrennt, dessen Internetseite Prostitution und Menschenhandel fördern soll. Dabei musste die Großbank enorme Verluste in Kauf nehmen.

Wie das "Handelsblatt" berichtet, hat ein von Goldmans Private-Equity-Abteilung geführter Fonds seine Beteiligung von 16 Prozent an Village Voice Media verkauft.

Der Verlag gibt nicht nur die New Yorker Stadtteilzeitung "Village Voice" heraus, sondern ist auch Besitzer des Portals backpage.com. Dort werden Anzeigen geschaltet, die die Prostitution fördern sollen. Außerdem gibt es Gerüchte, dass über das Portal auch Menschenhandel betrieben wird. 

Verlustgeschäft für die Bank

Eine Sprecherin der Bank sagte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, den Investoren sei bereits seit längerem "unwohl" bei dem Geschäft gewesen. Anlass, sich von dem Verlag zu trennen, war wohl ein Artikel in der "New York Times". Dort berichtete der Kolumnist Nicholas D. Kristof über eine Beteiligung des Goldman-Fonds an Village Voice Media.

Bereits zuvor hatte die "New York Times" Goldman Sachs negative Schlagzeilen beschert. Ein Londoner Händler hatte in einem Gastbeitrag der US-Bank vorgeworfen, Kunden über den Tisch zu ziehen.

Wer ist im Dax?

Wer ist im DAX?

Die Anteile an Village Voice Media waren für die Bank anscheinend ein Verlustgeschäft, berichtet das Handesblatt weiter. 30 Millionen Dollar hatte der Fonds investiert. Wie eine Sprecherin sagte, sei der größte Teil des Investment durch den Verkauf verloren gegangen.

sr

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Opel: Staatssekretär will Klarheit für Beschäftigte
Berlin (dpa) - Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Machnig hat nach Gesprächen mit dem französischen Autobauer PSA Peugeot-Citroën, dem Opel-Mutterkonzern General Motors …
Opel: Staatssekretär will Klarheit für Beschäftigte
Amazon kündigt über 2000 neue Jobs in Deutschland an
Seattle (dpa) - Der weltgrößte Online-Händler Amazon will in diesem Jahr über 15 000 neue Arbeitsplätze in Europa schaffen und davon sollen mehr als 2000 auf Deutschland …
Amazon kündigt über 2000 neue Jobs in Deutschland an
Uber-Chef verspricht Aufklärung nach Sexismus-Vorwürfen
San Francisco - Uber kommt aus der Diskussion um politische und gesellschaftliche Themen nicht heraus. Zuletzt sorgte der Posten des Uber-Chefs im Wirtschaftsrat von …
Uber-Chef verspricht Aufklärung nach Sexismus-Vorwürfen
Immobilienmarkt brummt: Mehrfamilienhäuser zunehmend begehrt
Nicht nur in den gefragten Metropolen, sogar auf dem Land zieht der Immobilienmarkt an. Die niedrigen Zinsen sorgen weiter für eine rasante Nachfrage. Doch was passiert, …
Immobilienmarkt brummt: Mehrfamilienhäuser zunehmend begehrt

Kommentare