Goldpreis beschleunigt Talfahrt

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London (dpa) - Der Goldpreis hat seine Talfahrt beschleunigt und ist erstmals in diesem Jahr unter die Marke von 800 US-Dollar gesunken. Bei den Edelmetallen sei insgesamt eine Kapitulation festzustellen, betonte Rohstoffexperte Eugen Weinberg von der Commerzbank am Freitag.

Bis zum Mittag sank der Preis für eine Feinunze (etwa 31 Gramm) Gold an der Börse in London bis auf 772,45 Dollar. Zuletzt wurde die Unze mit 782,60 Dollar gehandelt. Die Erholung des Dollar setzt Händlern zufolge den Goldpreis weiter unter Druck. Der Dollar war am Morgen zum Euro auf ein Sechs- Monats-Hoch gestiegen.

Der festere Dollar und der fallende Ölpreis setzen den Goldpreis aus Sicht der Commerzbank unter Druck. Paradoxerweise sei die auf ein 17-Jahres-Hoch gestiegene US-Inflationsrate am Donnerstagnachmittag zu einem Belastungsfaktor für Gold geworden. Denn dadurch habe der Dollar weiter an Wert gewonnen.

"Solange der Dollar weiter aufwertet, sollte Gold in der Defensive bleiben", erwartet Weinberg. Das Abwärtspotenzial hält er allerdings für begrenzt. So habe der südafrikanische Goldproduzent Harmony von einer verbesserten Nachfrage der Schmuckindustrie im vergangenen Monat berichtet und von einer deutlich höheren Goldnachfrage bei einem Preis von 800 Dollar je Unze. Der Höchstpreis war am 17. März 2008 mit 1032,50 Dollar erreicht worden.

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