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Google übertraf erstmals seit langem wieder die Prognosen der Wall Street. Foto: Ole Spata

Werbeerlöse steigen kräftig

Google begeistert Börsianer mit Quartalszahlen

Palo Alto - Der Internetriese Google meldet einen weiteren Milliardengewinn. Die Werbeerlöse steigen kräftig. Außerdem verspricht die neue Finanzchefin Kostendisziplin. Das kommt bei Börsianern sehr gut an.

Google hat Anleger mit einem überraschend hohen Quartalsgewinn begeistert. Von April bis Juni stieg der Überschuss im Jahresvergleich von 3,35 auf 3,9 Milliarden Dollar (3,6 Mrd Euro), wie der Internetkonzern mitteilte.

Google übertraf erstmals seit langem wieder die Prognosen der Wall Street. "Unsere starken Ergebnisse reflektieren das anhaltende Wachstum über die Bandbreite unserer Produkte hinweg", kommentierte die neue Finanzchefin Ruth Porat, die im Mai von der Investmentbank Morgan Stanley gekommen war. Besonders stark entwickle sich das umkämpfte Geschäft mit Werbeanzeigen auf mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets und auch Googles Videoplattform Youtube.

Porat versprach, künftig sehr sorgsam darauf zu achten, wie Google seine Ressourcen einsetze. Der Finanzbericht deutet darauf hin, dass der Konzern bei den Ausgaben auf die Bremse tritt. Die von Analysten kritisch beobachteten Kosten kletterten zuletzt nur noch um zehn Prozent. Im Vorquartal hatten sie noch um 13 und im Schlussquartal 2014 um 22 Prozent zugenommen.

Am Finanzmarkt kamen die Quartalszahlen sehr gut an - die Google-Aktie zog nachbörslich zwischenzeitlich um über zehn Prozent an. Der Internetriese konnte den Umsatz um elf Prozent auf 17,7 Milliarden Dollar erhöhen. Bereinigt um Kosten, die Google in Kauf nimmt, um Nutzer auf seine Internetseiten zu lotsen, stiegen die Erlöse um 13 Prozent auf 14,35 Milliarden Dollar.

Ohne den Einfluss des starken Dollars, der die im Ausland erwirtschafteten Erlöse bei Umrechnung in US-Währung verringert, hätte das Umsatzplus bei 18 Prozent gelegen. Googles Haupteinnahmequelle, die Werbeeinnahmen, wuchsen um elf Prozent auf 16,02 Milliarden Dollar. Weil sich das Anzeigengeschäft zunehmend von klassischen Desktop-PCs auf Geräte mit kleineren Bildschirmen verlagert, wird es schwerer, hier Geld zu verdienen.

dpa

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